Dieselskandal Fiat Chrysler zahlt 300 Millionen Dollar wegen Abgasbetrugs in USA

Die Stellantis-Tochter Fiat Chrysler ist in den USA wegen Betrugs beim Verkauf von Dieselfahrzeugen zu einer Strafe von 300 Millionen Dollar verurteilt worden. Das Unternehmen hatte sich im Juni schuldig bekannt.
Montage des Modells Ram 1500 in Warren im US-Bundesstaat Michigan im Jahr 2014

Montage des Modells Ram 1500 in Warren im US-Bundesstaat Michigan im Jahr 2014

Foto: Rebecca Cook / Reuters

Das Unternehmen wurde am Montag (Ortszeit) vor einem Bundesgericht in Detroit zu einer Strafe von rund 300 Millionen Dollar wegen Betrugs bei Emissionsangaben verurteilt. Der inzwischen zum internationalen Autokonzern Stellantis gehörende Hersteller hatte sich im Juni schuldig bekannt und einem Vergleich mit dem US-Justizministerium zugestimmt. Der Betrag sei durch Rückstellungen gedeckt, teilte Fiat Chrysler damals mit. Nun wurde die Einigung vom Gericht genehmigt.

US-Behörden hatten den Autobauer beschuldigt, Falschangaben zu den Abgaswerten von gut 100.000 Dieselfahrzeugen gemacht zu haben. Die Modelle Jeep Grand Cherokee und Ram 1500 aus den Jahren 2014 bis 2016 waren demzufolge betroffen.

2017 erhob das Justizministerium Anklage. Das Unternehmen wies die Vorwürfe und jegliche Parallelen zum »Dieselgate«-Skandal von Volkswagen zunächst beharrlich zurück. Doch bereits 2019 zahlte Fiat Chrysler wegen zivilrechtlicher US-Klagen Hunderte Millionen Dollar. Der jetzt geschlossene Vergleich soll das strafrechtliche Verfahren beilegen. Das Gericht verhängte über die Geldstrafe hinaus jedoch auch noch eine dreijährige Bewährungsfrist gegen das Unternehmen.

jul/dpa/Reuters
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