Finanznot Nachrichtenagentur ddp meldet Insolvenz an

Die Suche nach neuen Geldquellen brachte bis zum Schluss nicht den nötigen Erfolg: Die traditionreiche Nachrichtenagentur ddp hat die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt.

Berlin - Nach eigenen Angaben der Agentur will sich ddp-Chefredakteur und -Geschäftsführer Lutz Schumacher im Laufe des Tages zur Zukunft des Unternehmens äußern. Der Insolvenzantrag wurde beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg eingereicht. Noch im Laufe des Tages soll der Name des Insolvenzverwalters bekannt gegeben werden.

ddp war 1971 als Deutscher Depeschen Dienst aus der US-Agentur UPI hervorgegangen. Mit dem Mauerfall übernahm ddp die DDR-Agentur ADN. Anfang 1999 kaufte Leo Kirchs ProSieben Media das Unternehmen.

Mit der Krise des Kirch-Konzerns begann für ddp eine wirtschaftlich instabile Zeit. 2003 wurde die Agentur an das Management verkauft. Nach Angaben des Betriebsrats beschäftigt die ddp Nachrichtenagentur GmbH zur Zeit 145 Redakteure.

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