Finanzplatz London Deutsche Bank will Mitarbeiter-Mails überwachen

Die Deutsche Bank will in den nächsten Monaten neue Software installieren, um die Mails ihrer Mitarbeiter in Großbritannien zu überwachen. Damit sollen mögliche Gesetzesverstöße vor allem durch Investmentbanker verhindert werden.


Frankfurt am Main – Softwarefirmen sollen im Auftrag der Bank innerhalb der nächsten zwei Monate Angebote erstellen. Die geplante Kontrolle des Mailverkehrs soll sicher stellen, dass keine marktrelevanten Daten illegitim weitergegeben werden.

Nach eingehender Diskussion sei das Management zu dem Schluss gekommen, es sei sinnvoll, solche Risiken zu überwachen, sagte Andrew Proctor heute der Nachrichtenagentur Reuters. Proctor ist bei Bank in Großbritannien und Westeuropa für die Einhaltung entsprechender Vorschriften (Compliance) verantwortlich.

In New York hat Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer in der Vergangenheit E-Mails von Mitarbeitern als Beweis für angebliche Interessenkonflikte benutzt. Auch die Deutsche Bank Chart zeigen ist 2004 ins Visier der britischen Finanzaufsicht FSA geraten. Damals ging es um eine E-Mail, die eine Einschätzung zum Verlauf eines Aktienverkaufs enthielt. Das Ergebnis der Untersuchung steht noch aus.

Proctor zufolge ist unter anderem vorgesehen, dass sich die Überwachung bei bestimmten Schlüsselwörtern aktiviert.



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Rainer Dressler, 13.04.2005
1.
---Zitat von admin--- Mehr Gewinn, weniger Jobs: Die Deutsche Bank kann es keinem wirklich recht machen. Gewerkschaften werfen dem Unternehmen Gier und mangelndes soziales Bewusstsein vor, für Investoren könnte die Bank im internationalen Vergleich noch viel profitabler sein. Ein misslicher Mittelweg, eine misslungene Strategie des Managements? Oder ein schmerzhafter, aber richtiger Schritt zur Konkurrenzfähigkeit eines deutschen Top-Unternehmens? Wie sehen Sie derzeit die Deutsche Bank? ---Zitatende--- Ich sehe das relativ gelassen. Der Fisch fängt immer am Kopf an zu stinken... Mit den besten Grüssen aus dem Schwarzwald. Rainer Dressler
KlausD, 13.04.2005
2. Wenn...
...es möglich wäre würde ich jedlichen bankverkehr mit der DEUTSCHEN bank unterlassen was mir jedoch aus gewerblichen gründen nicht möglich ist. Bei privat und geschäft gesprächen höre ich immer öfter eine negative einstellung zu solchem gebaren und sicherlich schädigen sich solche unternehmern selber siehe telekom. Mag sein das da kurzfristig geld gemacht wird aber auf lange sicht haben sie verloren ist meine meinung und das habe ich auch in meiner ausbildung so gelernt das kunden sich negative dinge merken und das es den unternehmen schadet. Danke
Pinarello, 14.04.2005
3.
---Zitat von admin--- Mehr Gewinn, weniger Jobs: Die Deutsche Bank kann es keinem wirklich recht machen. Gewerkschaften werfen dem Unternehmen Gier und mangelndes soziales Bewusstsein vor, für Investoren könnte die Bank im internationalen Vergleich noch viel profitabler sein. Ein misslicher Mittelweg, eine misslungene Strategie des Managements? Oder ein schmerzhafter, aber richtiger Schritt zur Konkurrenzfähigkeit eines deutschen Top-Unternehmens? Wie sehen Sie derzeit die Deutsche Bank? ---Zitatende--- Also, ich habe einen Kollegen, der ein paar Aktien der Deutschen Bank hat, der war von der Ankündigung ganz begeistert, er würde am liebsten mindestens doppelt soviele Mitarbeiter feuern, denn das wichtigste ist, daß der Aktienkurs steigt, alles andere interessiert diese Leute eh nicht mehr. Traurig, aber wahr.
Rainer Dressler, 14.04.2005
4.
---Zitat von Pinarello--- Also, ich habe einen Kollegen, der ein paar Aktien der Deutschen Bank hat, der war von der Ankündigung ganz begeistert, er würde am liebsten mindestens doppelt soviele Mitarbeiter feuern, denn das wichtigste ist, daß der Aktienkurs steigt, alles andere interessiert diese Leute eh nicht mehr. Traurig, aber wahr. ---Zitatende--- Shareholdervalue... Komischerweise interessiert es diese Leute nur genau so weit, wie es sie selbst nicht betrifft, bzw. wie sie ihre maximale Dividente bekommen. Offenbar haben die auch keinen Spiegel (im übertragenen Sinne) zu Hause. Denn mit Spiegel fällt manches nicht so leicht als ohne. Mit den besten Grüssen aus dem Schwarzwald. Rainer Dressler
Rainer Daeschler, 15.04.2005
5.
---Zitat von Pinarello--- Also, ich habe einen Kollegen, der ein paar Aktien der Deutschen Bank hat, der war von der Ankündigung ganz begeistert, er würde am liebsten mindestens doppelt soviele Mitarbeiter feuern, denn das wichtigste ist, daß der Aktienkurs steigt ---Zitatende--- Das Problem der Aktie ist, dass sie zum Gewinnlos verkommen ist, anstatt Beleg einer Miteigentümerschaft zu sein. Als Unternehmensbesitzer möchte ich selbstverständlich Gewinne daraus erzielen, muss mit aber auch Gedanken darüber machen, wie ich diese Einnahmequelle erhalte. Der Begriff des Shareholdervalues ist in eine Vorstellung umgebogen worden, die mit der eines Ladeninhabers vergleichbar ist, der glaubt alles was er abends in der Ladenkasse findet, das gehört ihm. Natürlich kann man es so sehen, muss aber dann bald feststellen, dass man sich selber den Ast absägt auf dem man sitzt. Bald wird man feststellen, dass man von dem Geld neue Ware hätte kaufen und Werbung bezahlen müssen. Eine Firmenpolitik die nur Kurs- und Dividendensteigerung im Auge hat, aber es mit Qualitätsverlusten erkauft, verwandelt das Unternehmen in eine Zeitbombe. Von einer Wahrung des Aktionärsbesitzes kann hier nicht die Rede sein. Bis der merkt, das die Erfolge seines Papiers eigentlich teuer erkauft wurden und nicht von Dauer sind, haben die Verursacher ihre Abfindung kassiert, beziehen weiter Pensionszahlungen und sind auf und davon.
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