Firmenporträt Das Airbus-Konsortium


Airbus-Produktion in Hamburg
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Airbus-Produktion in Hamburg

Paris - Das europäische Airbus-Konsortium hat seit seiner Gründung Ende 1970 bereits 4089 Flugzeuge für schätzungsweise rund 260 Milliarden US-Dollar verkauft. Ausgeliefert wurden bis Anfang Dezember 2465 Jets.

Anfangs von der amerikanischen Konkurrenz belächelt, hat Airbus sich zum Hauptkonkurrenten des langjährigen Weltmarktführers Boeing entwickelt. In diesem Jahr erhielt das Konsortium bis Ende November 483 Festaufträge - ohne die Aufträge für den Riesen-Airbus A380. Das europäische Konsortium hat sich damit gegenüber Boeing als einzig verbliebenem Konkurrenten auf dem Markt für Flugzeuge mit mehr als 100 Sitzen gut behauptet.

Im vergangenen Jahr hatte Airbus dem US-Rivalen bei der Zahl der Festbestellungen erstmals den Rang abgelaufen. Um angesichts von Konkurrenz und neuen Marktbedürfnissen bestehen zu können, soll Airbus nun von einer Groupement d'Interet Economique (GIE) - eine Vereinen vergleichbare Vermarktungsgemeinschaft - in eine Kapitalgesellschaft nach französischem Recht (SAS) umgewandelt werden. Dies gilt auch als eine wesentliche Voraussetzung zum Bau des Super-Airbus.

In Europa sind rund 40.000 Menschen direkt und 100.000 Menschen über die mehr als 1500 Zulieferbetriebe indirekt am Airbus-Bau beteiligt. Die GIE Airbus Industrie beschäftigt in Toulouse und Außenstellen 3000 Mitarbeiter.

Zu den "Gründervätern" Deutsche Airbus (später DaimlerChrysler Aerospace) und Aerospatiale Matra kamen 1991 die spanische Construcciones Aeronauticas hinzu. Heute sind alle drei Bestandteil des multinationalen Konzerns EADS, der 80 Prozent der Anteile hält. Die übrigen 20 Prozent gehören BAe Systems, die aus der British Aerospace hervorgegangen ist und seit 1979 Airbus-Partner ist. Das Konsortium gab für 1999 einen Umsatz von 16,7 Milliarden Dollar an. In Deutschland hat EADS rund 15.000 Mitarbeiter.



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