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WEST-LB Fischer soll Sparkassen einen

aus DER SPIEGEL 43/2003

Der designierte Chef der gebeutelten WestLB, Thomas Fischer, soll die Bank zum Spitzeninstitut der Sparkassen ausbauen - gleichzeitig aber die zweitstärkste Anteilseignergruppe, nämlich die regionalen und zersplitterten Sparkassen, zusammenführen. Das habe Fischer in Vorgesprächen mit hochrangigen Vertretern dieser Bankengruppe erörtert, berichteten Insider. Dabei habe es innerhalb des Sparkassen-Lagers geradezu ein neues Selbstbewusstsein gegeben. Die Vertreter der öffentlich-rechtlichen Institute stören sich schon lange an den Begehrlichkeiten der großen Privatbanken. Die drängen darauf, endlich auch Sparkassen übernehmen zu können - obwohl viele der Institute, vor allem die Deutsche Bank und die Dresdner Bank, ihr Privatkundengeschäft bis vor einigen Jahren sträflich vernachlässigt haben. Außerdem stehen die kleinen Institute, beispielsweise bei der Aufwands-Ertrags-Relation oft besser da als die großen Konkurrenten. Die Vertreter der Sparkassen setzen nun darauf, dass Fischer ihre Kräfte bündeln kann, um das Lager künftig machtvoller auftreten zu lassen. Vor diesem Hintergrund soll der ehemalige Vorstand der Deutschen Bank auch am internationalen Geschäft der WestLB festhalten - allerdings auch hier orientiert an den eher vorsichtig agierenden Sparkassen.

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