Privater Bahnanbieter FlixTrain steuert Schweden und Frankreich an

FlixBus fährt seit Kurzem auch auf ein paar Bahnstrecken - und will mit diesem Verkehrsmittel weiter wachsen. Im nächsten Jahr sollen erstmals Bahnhöfe außerhalb Deutschlands bedient werden.

Flixtrain: Bahnanbieter auf Expansionskurs
Christian Charisius / DPA

Flixtrain: Bahnanbieter auf Expansionskurs


Der Fernbus-Betreiber FlixMobility will bis Mitte 2020 erstmals FlixTrain-Züge außerhalb Deutschlands rollen lassen. In Schweden sollen Verbindungen von Stockholm nach Malmö und Göteborg angeboten werden, teilte der Anbieter mit.

FlixMobility ist vor allem für seine FlixBus-Linien bekannt, mit denen das Unternehmen den Markt für Fernbusreisen in Deutschland dominiert. Mit FlixTrain werden inzwischen auch Reisen mit Fernzügen angeboten. Während im Regional- und Güterverkehr neben der Deutschen Bahn bereits zahlreiche Wettbewerber unterwegs sind, ist der Fernverkehr fest in der Hand des Staatskonzerns: Flixtrain ist dort bislang der einzige Konkurrent.

Bei den Zügen legt das Unternehmen nun ein hohes Expansionstempo vor. Neben den Schweden-Plänen sollen nächstes Jahr die Chancen ausgelotet werden, die die Liberalisierung des Eisenbahnmarkts in Frankreich biete, sagte ein Sprecher.

"Bemühungen zur Sicherung des Wagenmaterials für die Expansionspläne sind bereits in vollem Gange", heißt es in einer Mitteilung: Es gebe Gespräche mit Zugherstellern. In Deutschland nutzt Flixtrain ausrangierte, renovierte Reisezüge der Deutschen Bahn.

mamk/Reuters

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insgesamt 15 Beiträge
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so-long 15.10.2019
1. Wo bleibt der Aufschrei?
Wie sind die Arbeits- und Entlohnungsbedingungen bei dem Unternehmen bzw. für die in dessen Auftrag Beschäftigten? Die Streckennedienung sieht eher nachRosinenpickerei aus. Nahverkehr im hintersten Winkel der Republik ist unattraktiv. Die Busse werden von Dritten gehalten, Flixbus hat nur die Software. Das sind die zeitgenössischen "Vermittlermodelle". Es interessiert -wie immer- nur der Preis. Möglichst viel für ganz wenig.
golgor 15.10.2019
2.
Jegliche Konkurrenz ist mir Recht. Vielleicht lernt die Bahn dazu und wird billiger. Ohne Sparpreise ist Bahnfahren für den Normalverdiener einfach überteuert. Auch wenn die Bundesregierung angeblich das Bahnfahren billiger machen möchte, sehe ich bisher keine Fortschritte. Bahnfahren er sollte sich jeder leisten können, nur dann steigen die Menschen auf die Schiene um.
trimedial 15.10.2019
3. zu golgor: klar,
am besten die Löhne von Lokführern und dem sonstigen Personal halbieren, den Unterhalt von Loks, Waggons und Strecke ein paar niedrigbelohnten Honks überlassen und fertig ist die Billigbahn. Falls man sich dabei verrechnet, steht ja - wie bei Thomas Cook - der Steuerzahler mit einem Sack an frischem Geld an der Strecke.
giftzwerg 15.10.2019
4.
Ich bin einmal mit denen gefahren - nie wieder! Alter, modriger, unbequemer Zug, an dem Tag war es morgens außergewöhnlich kalt für die Jahreszeit und im Zug gab es keine Heizung. Die Fahrt war eine Tortur.
brux 15.10.2019
5. Frankreich
Macron hat jüngst durchgesetzt, dass in den Regionen Frankreichs private Anbieter tätig werden können. Das wurde allgemein begrüsst, denn die Staatsbahn ist in der Fläche nur noch durch absurde Beamtenprivilegien, ewige Streiks, verkommene Züge und die allgemeine Abwesenheit von Dingen wie wifi bekannt. Zwei Regionen machen aber nicht mit: Okzitanien und die Bretagne. In beiden herrscht weiterhin eine sozialistische Funktionärskaste, die das Elend für alle für eine Errungenschaft hält.
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