Migration Bundesregierung stellt Milliarden zur Bekämpfung von Fluchtursachen bereit

Der Bund rechnet weiter mit Milliardenkosten für die Integration von Geflüchteten und für die Bekämpfung von Fluchtursachen. Bis 2024 werden dafür 64,5 Milliarden Euro bereitgestellt.
Geflüchtete bei einem Sprachkurs 2017

Geflüchtete bei einem Sprachkurs 2017

Foto: Frank Gärtner / picture alliance

Die Bundesregierung stellt für die kommenden vier Jahre 64,5 Milliarden Euro für die Integration von Flüchtlingen und vor allem für die Bekämpfung von Fluchtursachen zur Verfügung. Das geht aus einer Aufstellung des Bundesfinanzministeriums hervor, wie der SPIEGEL in seiner aktuellen Ausgabe berichtet.

Für 2021 sieht Finanzminister Olaf Scholz 20,1 Milliarden Euro vor, für das Jahr darauf 16,4 Milliarden Euro. 2023 sind noch einmal 16,2 Milliarden Euro eingeplant, bevor die Ausgaben für Asylbewerber 2024 auf 11,8 Milliarden Euro sinken.

DER SPIEGEL 40/2020

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Der größte Teil des Geldes soll für die Bekämpfung von Fluchtursachen in den Herkunftsländern der Schutzsuchenden aufgewendet werden, bis 2024 sind das 25,4 Milliarden Euro. 22,9 Milliarden Euro sind für Sozialleistungen für Flüchtlinge vorgesehen. Für Maßnahmen zur Integration, beispielsweise Sprachkurse, will die Bundesregierung in dem Zeitraum 8,2 Milliarden Euro bereitstellen. Mit weiteren 4,4 Milliarden Euro entlastet der Bund die Kommunen.

In den Jahren 2015 und 2016 waren mehr als eine Million Asylsuchende nach Deutschland gekommen. Seitdem stellt der Bund jedes Jahr Geld bereit, um die Unterbringung der Flüchtlinge zu finanzieren sowie ihre Integration in Wirtschaft und Gesellschaft zu fördern.