Fluggesellschaft Berlusconi gibt Alitalia verloren

Italiens Ministerpräsident Berlusconi gibt der angeschlagenen Fluggesellschaft Alitalia keine Chance mehr. Ausländische Investoren hätten kein Interesse an einem Rettungsversuch, sagte er in einem Fernsehinterview.


Fluglinie Alitalia: Kaum noch Hoffnung auf Rettung
AP

Fluglinie Alitalia: Kaum noch Hoffnung auf Rettung

Rom - Italiens Fluglinie Alitalia steht wohl vor dem Aus - selbst ihr langjähriger Fürsprecher, Ministerpräsident Silvio Berlusconi, glaubt nicht mehr an eine Zukunft für das schwer angeschlagene Unternehmen. Die großen Fluggesellschaften hätten kein Interesse daran, bei Alitalia einzusteigen, sagte Berlusconi in einem Fernsehinterview. Deshalb drohe der Fluggesellschaft nun der Bankrott.

Verantwortlich für das Scheitern machte der Ministerpräsident Piloten und Flugbegleiter. Der dritte Rettungsversuch für die Gesellschaft war am vergangenen Donnerstag am Widerstand der Gewerkschaften gescheitert. "Die Bürger Italiens werden meiner Meinung nach in der Lage sein zu entscheiden, wer schuld ist, wenn wir nicht sofort die Lösung finden, auf die ich noch immer hoffe", sagte Berlusconi.

Berlusconi hatte bei seiner Wiederwahl im Mai versprochen, Alitalia zu retten und unter italienischer Kontrolle zu halten. Einer seiner Slogans nach der Wahl lautete: "Ich liebe Italien, ich liebe Alitalia."

Die Flugaufsicht will Alitalia spätestens Anfang Oktober die Lizenz entziehen, wenn bis dahin kein konkreter Rettungsplan steht.

cis/Reuters



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