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Warnstreiks in Köln/Bonn und Düsseldorf Zu Wochenbeginn fallen etliche Flüge aus

Wer am Montag ab NRW fliegen will, braucht gute Nerven und Geduld: Die Gewerkschaften Ver.di und Komba rufen zu Streiks auf. Allein am Flughafen Düsseldorf sollen 200 Flüge ausfallen.
Beschäftigte streiken am Flughafen Düsseldorf für bessere Löhne (Archivbild)

Beschäftigte streiken am Flughafen Düsseldorf für bessere Löhne (Archivbild)

Foto: Roberto Pfeil / dpa

Ver.di erhöht im Tarifstreik für den öffentlichen Dienst weiter den Druck: Wegen Warnstreiks wird am Montag der Luftverkehr in Köln/Bonn und Düsseldorf wohl in weiten Teilen zum Erliegen kommen. Der Flughafen Düsseldorf rechnete am Sonntag mit fast 200 gestrichenen Starts und Landungen. Weitere Flüge werden auf andere Flughäfen umgeleitet oder auf den Folgetag verschoben.

Warnstreiks sollen in der Nacht zum Dienstag enden

In Köln geht man davon aus, dass von 136 geplanten Passagierflügen zwischen Montagmorgen, sechs Uhr und Dienstagmorgen, sechs Uhr 131 ausfallen werden. Passagiere wurden gebeten, sich vor ihrer Anreise bei ihrer Fluggesellschaft oder dem Reiseveranstalter über den aktuellen Stand ihres Fluges zu informieren. Auch in Düsseldorf soll der Warnstreik in der Nacht zum Dienstag enden.

»Die Beschäftigten machen mit den Streiks gemeinsam Druck auf die jeweiligen Arbeitgeber, weil in den bisherigen Verhandlungen im öffentlichen Dienst kein akzeptables Angebot unterbreitet wurde.«

Andrea Becker, Landesfachbereichsleiterin von Ver.di NRW

Aufgerufen dazu haben die Gewerkschaften Ver.di und Komba. Hintergrund sind die Verhandlungen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen sowie die bundesweiten Verhandlungen für die Beschäftigten der Luftsicherheit. »Die Beschäftigten machen mit den Streiks gemeinsam Druck auf die jeweiligen Arbeitgeber, weil in den bisherigen Verhandlungen im öffentlichen Dienst kein akzeptables Angebot unterbreitet wurde«, sagte Andrea Becker, Landesfachbereichsleiterin von Ver.di NRW.

Düsseldorfer Flughafen will Notbetrieb aufrechterhalten

In Köln sollte bereits am späten Sonntagabend die Arbeit niedergelegt werden. Aufgerufen seien zunächst die Beschäftigten der Luftsicherheit, sagte Ver.di-Sekretär Özay Tarim – also Mitarbeiter in der Personal- und Warenkontrolle sowie der Frachtkontrolle. »Auf die ganze Abwicklung im Frachtbereich wird das große Auswirkungen haben.« Der Kölner Flughafen ist ein wichtiger Umschlagplatz für Pakete aus der ganzen Welt.

Der Düsseldorfer Flughafen will in jedem Fall einen Notbetrieb aufrechterhalten. Mit den Gewerkschaften gibt es dazu entsprechende Vereinbarungen. Es gehe nicht zuletzt um Ambulanz- und Hilfsgüterflüge, hieß es.

In Köln hatte es in den vergangenen Tagen auch juristische Auseinandersetzungen zwischen dem Flughafen und Ver.di über die Besetzung der wichtigen Flughafenfeuerwehr gegeben. Am Ende einigten sich beide Seiten darauf, dass sie während des Warnstreiks 24 Mitarbeiter im Notdienst umfassen muss.

Neben den beiden wichtigsten Flughäfen in NRW soll es in dem Bundesland am Montag auch Warnstreiks in vielen weiteren Bereichen des öffentlichen Lebens geben, etwa bei Bussen und Stadtbahnen, in Kindertagesstätten und Ämtern. Auch mehrere Kundgebungen sind geplant.

flg/dpa-AFX