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Athens alter Flughafen Hellenikon: Ende Gelände

Foto: REUTERS/ Yorgos Karahalis

Geisterflughafen Hellenikon Athens alter Airport kann privatisiert werden

Grünes Licht für die Privatisierung des brachliegenden Geisterflughafens Hellenikon: Ein Gericht setzte dem juristischen Tauziehen um das Gelände ein Ende. Für den Ausbau von Athens altem Airport gibt es große Pläne.

Athen - Sechs Jahrzehnte lang war der Flughafen Hellenikon Athens einziger Airport, seit gut einem Jahrzehnt liegt er brach. Jetzt kann der Flughafen privatisiert werden. Dies beschloss ein griechisches Gericht nach mehrwöchigem juristischen Tauziehen, berichtete der staatliche griechische Rundfunk laut Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf einen Gerichtssprecher.

Der Verkauf des Geländes an ein Konsortium aus Griechenland, China und Abu Dhabi war im September aus formellen Gründen gerichtlich gestoppt worden. Damit drohte eine Investition von insgesamt knapp neun Milliarden Euro zu scheitern.

Das Konsortium Global Investment Group hatte sich mit dem griechischen Staat auf einen Kaufpreis in Höhe von 915 Millionen Euro geeinigt. Auf dem rund 620 Hektar großen Flughafengelände sollen in den kommenden Jahren mit einem Aufwand von rund acht Milliarden Euro unter anderem ein Kasino sowie Hotels und Luxuswohnanlagen entstehen.

Griechenlands Privatisierungsprogramm ist ein elementarer Bestandteil der Sparbemühungen in dem Land. Etliche Privatisierungsprojekte waren jedoch gefloppt. Das ursprüngliche Ziel, 50 Milliarden Euro auf diesem Wege einzusammeln, wurde mittlerweile radikal zusammengestrichen. Die Einnahmen aus allen Privatisierungen seit 2011 sollen Ende 2016 im besten Fall noch eine Gesamtsumme von knapp 9,7 Milliarden Euro erreichen.

bos/dpa
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