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21. Mai 2006, 11:07 Uhr

Flughafenbetreiber

BAA verschärft Abwehrkampf

Der weltgrößte Flughafenbetreiber BAA wehrt sich zurzeit gegen einen Übernahmenversuch aus Spanien. Eine Milliarde Pfund will der Konzern angeblich an seine Aktionäre zurückführen.

London – Etwas Boden gutgemacht hatte der britische Flughafenbetreiber BAA im Kampf gegen eine feindliche Übernahme bereits durch sein leicht verbessertes Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr. Der BAA zufolge belief sich der Gewinn für das Geschäftsjahr bis zum 31. März vor Steuern und Sonderposten auf 620 Millionen Pfund (910 Millionen Euro).

Nun ist die BAA Zeitungsberichten zufolge bereit, eine Milliarde Pfund (1,47 Milliarden Euro) an seine Aktionäre zurückführen. So wolle sich das Unternehmen gegen ein feindliches Übernahmeangebot des spanischen Baukonzerns Ferrovial wappnen, hieß es heute in britischen Zeitungen. Ein BAA-Sprecher wollte sich zu den Berichten des "Sunday Telegraph" und der "Sunday Times" nicht äußern.

Ferrovial hat 8,75 Milliarden Pfund für den Betreiber geboten, BAA lehnte die Offerte als zu niedrig ab. Der weltgrößte Flughafenbetreiber, der unter anderem die Londoner Flughäfen Heathrow, Gatwick und Stansted führt, hat bis zum 29. Mai Zeit, um ein offizielles ablehnendes Dokument zu veröffentlichen. Ferrovial wiederum muss bis 5. Juni ein endgültiges Angebot abgeben.

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