Flughafenbetreiber Fraport erhält Zuschlag für Antalya Airport

Der Bieterstreit ist zu Ende: Für fast 2,4 Milliarden Euro hat die Betreibergesellschaft des Frankfurter Flughafens die Konzession für den Antalya Airport erhalten. Er gilt als der wichtigste türkische Touristenflughafen.


Frankfurt am Main - Bisher hatte Fraport bereits eines der drei Terminals in dem türkischen Ferienort betrieben, dieser Vertrag läuft allerdings aus. Der neue Vertrag gelte für alle drei Terminals und laufe bis zum Jahr 2024, teilte das Unternehmen heute mit. Insgesamt werde das von Fraport Chart zeigen angeführte Konsortium dafür rund 2,4 Milliarden Euro zahlen.

Fraport-Chef Wilhelm Bender: "Erfolg mit Know-how-Export"
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Fraport-Chef Wilhelm Bender: "Erfolg mit Know-how-Export"

Fraport-Chef Wilhelm Bender nannte den Vertragsabschluss einen "erneuten Erfolg für unseren Know-how-Export". Neben Fraport ist die türkische IC Holding, die bereits das zweite internationale Terminal in Antalya betrieb, an dem Konsortium beteiligt. Der Flughafen in Antalya gilt mit knapp 15 Millionen Passagieren als der wichtigste türkische Touristenflughafen und wächst seit rund zehn Jahren kontinuierlich.

Bei der neuen Ausschreibung hatten sich die Interessenten, darunter auch der Flughafen in Wien, einen Bieterwettstreit geliefert. Der unterlegene österreichische Konkurrent erklärte, er sei von den Behörden in der Türkei bei der Versteigerung der Konzession ausgeschlossen worden. Die Gründe für den Ausschluss würden nun juristisch geprüft. Danach werde über weitere Schritte entschieden

Mit dem Betrieb der Terminals setzt die Fraport ihre weltweite Wachstumsstrategie fort, nachdem die Investitionen in den Ausbau des Frankfurter Flughafens wegen der aufwendigen Genehmigungsverfahren langsamer als geplant stattfinden können. Der Rhein-Main-Flughafen soll 2011 eine neue Landebahn in Betrieb nehmen.

Die großen Flughafenbetreiber versuchen seit längerem, mit dem Betrieb anderer Airports ihr Geschäft auszubauen. Fraport erhielt im vorigen Jahr den Zuschlag für die bulgarischen Flughäfen Varna und Burgas. Kürzlich gelang der Einstieg in China beim Flughafen Xian mit einer Minderheitsbeteiligung. Auch in Peru und Indien ist Fraport präsent. Mit einem Verlust in Höhe mehrerer hundert Millionen Euro war vor Jahren der Versuch fehlgeschlagen, in Manila Fuß zu fassen. Der Flughafen Wien war zuletzt in Bratislava gescheitert.

sam/dpa-AFX/Reuters



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