Formel 1 Ein Viertel für die Hersteller

Jetzt mischen sich die Autohersteller in die Verhandlungen um den Filmrechte-Händler EM.TV ein. Erstes Ziel ist es offenbar, den Einfluss des Filmhändlers Leo Kirch auf die Formel 1 begrenzen.


Formel-1-Vermarktung: Wer hat am Ende die Nase vorn?
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Formel-1-Vermarktung: Wer hat am Ende die Nase vorn?

Genf - Unter Führung von Fiat-Chef Paolo Cantarella haben die in der Formel 1 engagierten Autohersteller einen neuen Plan zur Aufteilung der SLEC ausgearbeitet. Wie aus einem Bericht der "Financial Times" hervorgeht, ist darin vorgesehen, dass EM.TV von seinem 49-Prozent-Anteil 25 Prozent an die SLEC verkauft, die die Autohersteller DaimlerChrysler (McLaren), BMW (Williams), Fiat (Ferrari), Ford (Jaguar) und Renault (Benetton) dann übernehmen würden.

Hintergrund des Angebots ist die Absicht der Autohersteller ebenso wie die von Bernie Ecclestone, den Filmhändler Leo Kirch von der Formel 1 fern zu halten. Kirch ist im Begriff, die im Vorjahr von EM.TV erworbenen Anteile an Bernie Ecclestones Holding SLEC zu übernehmen.

Für den Fall, dass Kirch mit EM.TV einig wird, befürchten die Autohersteller offenbar zu viel branchenfremden Einfluss auf die Formel 1. Sie streben schon seit längerem selbst eine Beteiligung an der Rennserie an. "Das Ziel, die Formel 1 noch attraktiver zu gestalten, ist bei den gegenwärtigen Vorgängen gefährdet", erklärte Jürgen Hubbert gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".



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