Fruchtgummi-Prozess Haribo gewinnt gegen Katjes

Süßer Sieg für Haribo: Nach einer Entscheidung des Hamburger Oberlandesgerichts darf der Gummibärchen-Hersteller weiter die Bezeichnung "Yoghurt Gums" für seine gefüllten Fruchtgummis mit Schaumzucker verwenden - trotz Protesten des Konkurrenten Katjes.


Hamburg/Bonn - Haribo hat einen Prozess gegen seinen Konkurrenten Katjes gewonnen: Nach einem Urteil des Hamburger Oberlandesgerichts darf der Bonner Süßwarenproduzent weiterhin gefüllte Fruchtgummis mit Schaumzucker unter der Bezeichnung "Yoghurt Gums" verkaufen.

Yoghurt Gums von Katjes: Kein Nutzungsverbot für "Jogi Bussi"
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Yoghurt Gums von Katjes: Kein Nutzungsverbot für "Jogi Bussi"

Wie das Gericht urteilte, wurde ein entsprechender Berufungsantrag von Katjes zurückgewiesen. Nach Ansicht des Senats verfügt Katjes nicht über ein exklusives Markenrecht an dem Begriff "Yoghurt Gums". Das Landgericht Hamburg hatte im Januar 2007 bereits entsprechend geurteilt.

Der Ausdruck "Yoghurt Gums" lässt sich nach Auffassung der Richter keinem bestimmten Hersteller zuordnen. In der Aufmachung des Haribo-Produkts werde auch nicht vorrangig mit diesem Ausdruck, sondern mit dem Namen "Jogi Bussi" auf der Packung geworben. Haribo verwendet die Bezeichnung lediglich zur Beschreibung seines Produkts "Jogi Bussi".

Die beiden Süßwarenhersteller streiten sich seit Jahren um die Nutzung der Bezeichnung. Katjes hatte mit seinen zeitweise auch vom Supermodel Heidi Klum beworbenen "Yoghurt Gums" große Erfolge erzielt.

Gegen das Urteil kann Katjes vor dem Bundesgerichtshof Revision einlegen. Von dem Unternehmen war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Ein Haribo-Sprecher zeigte sich befriedigt über den Ausgang des Verfahrens.

AZ: 3 U 44/07

ssu/AP/ddp



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