Furcht vor Wissensmacht Datenschützer torpedieren Google-Ehe mit DoubleClick

Datenschützer schlagen Alarm: Die beabsichtigte Übernahme der Online-Werbefirma DoubleClick durch Google könnte dem Suchmaschinen-Giganten zu viel Wissen über das Verhalten von Internetnutzern einbringen.


San Francisco – Wenn Google nicht zur Einhaltung von Datenschutzstandards gezwungen werde, müsse die Übernahme gestoppt werden, argumentieren Datenschützer. Sie haben bei den US-Aufsichtsbehörden Beschwerde eingelegt. Die bestehenden Richtlinien reichten nicht aus, heißt es in der Eingabe. Sie fordern, strengere Datenschutzrichtlinien aufzuerlegen, wie sie in Kanada und einigen europäischen Staaten gelten.

Der Suchmaschinenbetreiber Google will den Online-Anzeigenanbieter für 3,1 Milliarden Dollar kaufen. DoubleClick betonte, es gebe keine Pläne, im Zuge der Übernahme die verschiedenen Bestände beider Unternehmen an automatisch gesammelten anonymen Daten zusammenzuführen. Im Falle von DoubleClick flössen diese Informationen ohnehin an die Werbekunden und nicht an das eigene Unternehmen.

reh/Reuters



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