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MANNESMANN Fusion mit Thyssen/Krupp?

aus DER SPIEGEL 39/1999

Die Aufspaltung des Mannesmann-Konzerns in zwei Aktiengesellschaften könnte den Weg für einen weiteren gewaltigen Zusammenschluss zweier Konzerne an Rhein und Ruhr frei machen. Dies zumindest ist eine der Überlegungen, die Mannesmann-Chef Klaus Esser vergangene Woche zu dem spektakulären Schritt bewog, den Düsseldorfer Traditionskonzern mit seinen 116 000 Mitarbeitern in die beiden Bereiche Telekommunikation und Autotechnik/Maschinenbau aufzuteilen. Während sich Esser und seine Düsseldorfer Holding künftig um den Zukunftsbereich Telekommunikation mit den Töchtern Arcor, D2, Omnitel und Infostrada kümmern wollen, könnte der Autobereich mit Firmen wie VDO und Sachs nach der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft mit dem rheinischen Nachbarn Thyssen/Krupp verschmolzen werden. Dessen Chefs, Gerhard Cromme und Ekkehard Schulz, suchen bereits seit langem nach einer Verstärkung für ihre Automotiv-Sparte, um sie in die Weltspitze zu katapultieren. Die auf Auto-Elektronik spezialisierten Mannesmann-Töchter passen dabei ins Konzept. Allerdings kam ein Milliarden-schwerer Kauf für den seit einigen Monaten schwächelnden Stahlriesen bisher nicht in Frage. Mit der von Esser vorangetriebenen Umwandlung in eine Aktiengesellschaft hat sich dies geändert. Der Zusammenschluss könnte nun per Aktientausch finanziert werden. Konkrete Gespräche, heißt es bei Thyssen/Krupp, habe es noch nicht gegeben. Das Interesse an einem solchen Geschäft sei jedoch »sehr groß«.

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