Fusionskampf E.on hat es offenbar geschafft

Die Großfusion der Energiekonzerne E.on und Ruhrgas scheint perfekt. In letzter Sekunde sollen alle Fusions-Gegner dazu gebracht worden sein, ihre Klage zurückzuziehen.


Fusionsziel fast erreicht: E.on-Zentrale in Düsseldorf
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Fusionsziel fast erreicht: E.on-Zentrale in Düsseldorf

Berlin - E.on Chart zeigen soll sich Zeitungsberichten zufolge mit allen neun Klägern außergerichtlich verständigt haben. "Welt", "Süddeutsche Zeitung" und "Tagesspiegel berichten unter Berufung auf verhandlungsnahe Kreise, die Fusion sei damit perfekt. Der Kompromiss solle dem Vernehmen nach am Freitag verkündet werden.

Die Berliner Ampere AG, einer der Prozessgegner, hatte schon am Donnerstag für 17.30 Uhr zu einer "Pressekonferenz zur Einigung im Eon/Ruhrgas-Verfahren" ein. Gegen 15 Uhr wurde die Einladung von Ampere allerdings widerrufen. Der Termin werde verschoben, hieß es. Auch der Vorstand des Bensheimer Energieunternehmens GGEW, Peter Müller, ließ seinen Einigungswillen erkennen: "Wir sind auf gutem Wege. Unterschrieben ist aber noch nichts."

E.on versucht seit Wochen, sich mit den Gegner der Übernahmen von Ruhrgas zu einigen. Sollte der Energiekonzern bis Freitag um Mitternacht keinen Kompromiss erreichen, wird vor Gericht voraussichtlich gegen eine Übernahme entschieden.

An der Börse legte der Kurs der E.on-Aktie mit den Meldungen über eine Einigung um zeitweise mehr als sechs Prozent zu.



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