Fusionswelle In Japan entsteht die drittgrößte Bank der Welt

Wenige Tage nachdem Deutsche und Dresdner Bank ihre Fusionspläne zum größten Kreditinstitut der Welt bekannt gegeben haben, wollen in Japan drei Geldhäuser die Nummer drei der internationalen Finanzwelt werden.


Banken-Alllianz steht: Sanwa-Präsident Kaneo Muromachi, Asahi-Chef Tatsuro Ito und Tokai-Präsident Hideo Ogasawara
AP

Banken-Alllianz steht: Sanwa-Präsident Kaneo Muromachi, Asahi-Chef Tatsuro Ito und Tokai-Präsident Hideo Ogasawara

Tokio - Die japanischen Großbanken Sanwa, Tokai und Asahi kündigten in Tokio ihren Zusammenschluss an. Im April des kommenden Jahres soll eine gemeinsame Holding gegründet werden. Damit entsteht die zweitgrößte Bank Japans mit rund 37.500 Mitarbeitern und einer Bilanzsumme von 106 Billionen Yen, was rund 1,9 Billionen Mark entspricht.

Die derzeitigen Präsidenten der Banken werden Co-Vorstandsvorsitzende der neuen Gesellschaft, die ihren Sitz in Tokio haben wird, zurzeit aber noch namenlos ist. Noch nicht entschieden seien die Beteiligungsverhältnisse, vorläufig vereinbart sei allerdings ein gleicher Anteil von Asahi und Tokai, heißt es in der Mitteilung.

In Japan ist nur noch die für Herbst geplante Mizuho-Gruppe, ein Zusammenschluss der drei Großbanken Dai-Ichi Kangyo, Fuji und Industrial Bank of Japan, größer als die neue Allianz aus Sanwa, Asahi und Tokai.



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