Fußball-Vereine in Sorge Bwin streicht Werbeausgaben zusammen

Die Bundesländer gehen drakonisch gegen private Glücksspiel-Anbieter vor, die Sportwettenfirma bwin zieht Konsequenzen: 2007 will sie rund 40 Millionen Euro weniger in Deutschland investieren als in diesem Jahr. Für Fußballvereine sind das schlechte Aussichten.


München – In diesem Jahr sieht der Marketing-Etat von bwin in Deutschland noch Ausgaben von 64 Millionen Euro vor. 2007 wolle man nur noch ein Drittel dieser Summe investieren, sagte Deutschland-Direktor Jörg Wacker in München. Bwin ist bisher unter anderem Trikotsponsor der Bundesliga-Fußballmannschaft von Werder Bremen.

Ein Freiburger Spieler von Bandenwerbung von bwin: Wie umgehen mit den privaten Wettfirmen?
DPA

Ein Freiburger Spieler von Bandenwerbung von bwin: Wie umgehen mit den privaten Wettfirmen?

Bei anderen rechtlichen Rahmenbedingungen hätte bwin die Marketingausgaben signifikant erhöht, sagte Wacker.

Das Unternehmen ist Marktführer der privaten Glücksspielanbieter in Deutschland und hatte Wetten unter Berufung auf eine Lizenz noch aus den letzten Tagen der DDR angeboten. Das sächsische Innenministerium untersagte dies aber im August, ein Gericht hob das Verbot aber zunächst wieder auf. Solange der Rechtsstreit läuft, können Internet-Wetten weiter angeboten werden.

Die Bundesländer wollen ihr milliardenschweres staatliches Glücksspielmonopol aber verteidigen und zu diesem Zweck einen neuen Staatsvertrag ausarbeiten. Bwin setzt weiter auf die Liberalisierung der Märkte und sprach sich für eine Regulierung des Marktes anstatt eines Verbotes für private Anbieter aus.

itz/Reuters



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