Fußball-WM Großes Geschäft für Puma und Co.

Am Sonntag wird sich entscheiden, welche Mannschaft Fußball-Weltmeister wird. Ein Gewinner der WM steht aber jetzt schon fest: die Sportartikel-Branche. Sie hat glänzende Geschäfte gemacht - allen voran die deutschen Hersteller adidas und Puma.


Frankfurt am Main/München - Allein Puma Chart zeigen hat im ersten Halbjahr 2006 den Umsatz im Fußballgeschäft im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um rund 40 Prozent gesteigert. Diese Zahl nannte Vorstandsvorsitzender Jochen Zeitz in einem Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Zwar lägen die Halbjahreszahlen noch nicht vor, doch rechne er mit dieser Steigerung. "Wir hätten sicher noch mehr verkaufen können, wenn wir den Lagerbestand gehabt hätten", kommentierte Zeitz die Geschäftsbelebung während der Fußball-Weltmeisterschaft.

Puma-Sportschuh: Gewinner der WM
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Puma-Sportschuh: Gewinner der WM

Den Rivalen adidas Chart zeigen lobte er für dessen Auftritt als Ausrüster der deutschen Nationalmannschaft und als Sponsor der Fifa: "Mein Kompliment dafür." Zeitz zählt auch Puma zu den Gewinnern der WM, während der amerikanische Konkurrent Nike enttäuscht habe.

Adidas-Chef Herbert Hainer blickt unterdessen schon nach vorn. Bei der WM 2010 in Südafrika sollen die Erlöse des Konzerns auf 1,5 Milliarden Euro steigen. "Der Fußball boomt und ist der populärste Sport der Welt", sagte Hainer der "Süddeutschen Zeitung". Schon jetzt sei das Unternehmen mit 1,2 Milliarden Euro Umsatz auf diesem Feld eindeutig Marktführer.

Hainer nahm den Weltfußballverband Fifa, andere Verbände und Sponsoren vor Vorwürfen im Zusammenhang mit der Ticketvergabe in Schutz. "Das öffentliche Urteil ist nicht gerecht", sagte er. Allerdings gebe es auch Anlass zu kritischen Bemerkungen über einige Aktionen der Fifa.

Im Endspiel Italien gegen Frankreich am kommenden Sonntag in Berlin stehen sich als Ausrüster Puma und adidas gegenüber.

mik/dpa-AFX/ddp



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