Fußballskandal Ermittlungen gegen Groß-Aktionäre von Lazio Rom

Das an Fußballskandalen nicht eben arme Italien sieht sich mit einer neuen Affäre konfrontiert: Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen möglicher Marktmanipulationen bei Aktien von Lazio Rom.


Rom - Die Behörden ermittelten in Rom und in Mailand gegen den Lazio-Chef Claudio Lotito wegen der möglichen Behinderung der Regulierungsbehörden, hieß es laut Nachrichtenagentur Reuters in Justizkreisen. Lotito ist auch größter Aktionär des Vereins.

Bei der Untersuchung gehe es um eine Transaktion von Lazio-Aktien im Jahr 2005. Zudem gebe es Ermittlungen gegen den zweitgrößten Lazio-Aktionär, Roberto Mezzaroma.

Der Vorgang reiht sich in eine Serie von Skandalen im italienischen Fußball ein, der derzeit von Untersuchungen wegen möglicher Spielabsprachen in der obersten Liga des Landes erschüttert wird. Weder Lazio, Lotito noch Mezzaroma waren zunächst für eine Stellungnahme erreichbar.

Lazio war im März 2005 nur knapp einer Insolvenz entgangen, nachdem in letzter Minute mit den Steuerbehörden ein Aufschub für Zahlungen ausgehandelt werden konnte.

itz/Reuters



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