Galerie Ozeandampfer der Lüfte

Mit dem doppelstöckigen Großraumflugzeug A3XX will das europäische Airbus-Konsortium dem "Jumbo" des US-Konkurrenten Boeing Paroli bieten. Es soll in zwei Versionen gebaut werden: In der kleineren finden 555 Passagiere Platz, in der größeren 656.


Oben acht, unten zwölf Sitze in einer Reihe: Die Economy-Class im A3XX
Airbus Industrie

Oben acht, unten zwölf Sitze in einer Reihe: Die Economy-Class im A3XX

Im vorderen Teil: First Class (unten) und Business Class (oben)
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Im vorderen Teil: First Class (unten) und Business Class (oben)



Toulouse - Mit einer Länge von bis zu 78 Metern ist der A3XX gut doppelt so lang wie ein herkömmlicher Airbus A320.

Eine weitere Besonderheit des Megaliners ist seine Reichweite: Er kann bis zu 16.000 Kilometer Flugstrecke ohne Zwischenlandung zurücklegen. An der Entwicklung arbeiten seit gut drei Jahren bis zu 700 Experten. An den Start rollen kann der A3XX frühestens im Jahr 2005.

Voll mit Elektronik: Studie zum Cockpit des A3XX
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Voll mit Elektronik: Studie zum Cockpit des A3XX

Das Flugzeug soll 583 Tonnen wiegen, bei einer maximalen Nutzlast von 85 beziehungsweise 95 Tonnen. Der A3XX ist zweistöckig, mit Sitzen auf beiden Etagen, die durch großzügige Treppen miteinander verbunden sind. Als eine Art Ozeandampfer der Lüfte soll die vierstrahlige A3XX - die X sind Platzhalter und werden beim Projektstart durch Nummern ersetzt - das Reisen revolutionieren: Ein Friseursalon, ein Casino, ein Gymnastik- oder ein Schlafsaal sollen Passagieren an Bord bisher ungewohnten Komfort geben.

Mehr Platz als je zuvor: Innenansicht der Flugkabine
REUTERS

Mehr Platz als je zuvor: Innenansicht der Flugkabine

Airbus ließ aufwendige Tests durchführen, um die Bedürfnisse von Fluggästen so weit wie möglich berücksichtigen zu können. 1.200 Vielflieger auf der ganzen Welt wurden befragt. Ergebnis: Alle wünschten sich mehr Bewegungsfreiheit. Deshalb biete der A3XX den Passagieren mehr Platz als jedes andere Flugzeug, heißt es bei dem in Toulouse ansässigen Unternehmen. Denn die Kabine sei um 43 Prozent umfangreicher als die der bisher größten Maschinen; es würden aber nur 35 Prozent mehr Fluggäste untergebracht. Jeder Sitz habe außerdem zwei eigene Armlehnen.

Große Reichweite: Der neue Airbus schafft rund 16.000 Kilometer nonstop
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Die Entwicklungskosten für den A3XX wurden jüngst auf 10,6 Milliarden Euro (20,7 Milliarden Mark) beziffert. Sollten 700 A3XX-Maschinen zum geplanten Preis von knapp 200 Millionen Dollar verkauft werden, rechnete der Vizepräsident für Marketing bei Airbus, Philippe Jarry, vor, hätten sich die Entwicklungskosten rentiert.



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