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Werften Gefahr für Bremen

aus DER SPIEGEL 8/1994

Friedrich Hennemann, der trickreiche Chef der Bremer Vulkan, steckt in Schwierigkeiten. Einstige Mitarbeiter haben behauptet, der Bremer habe rund 400 Millionen Mark der für den Ausbau seiner Ost-Werften gezahlten Treuhand-Gelder heimlich an die Konzernkasse »verliehen«. Der Vulkan-Aktienkurs sackte daraufhin vergangene Woche um 13 Prozent auf 90 Mark. Das könnte besonders für den Stadtstaat Bremen Probleme bringen. Zwischen dem 28. Februar und dem 31. Dezember müssen die 1991 bei der Übernahme der Krupp-Firma Atlas Elektronik im Bankensystem als Kreditsicherheit geparkten 2,8 Millionen Vulkan-Papiere zum Kurs von 125 auf dem Markt plaziert werden. Erreicht die dividendenlose Aktie diesen Wert nicht, muß der nahezu bankrotte Stadtstaat für die Differenz einstehen.

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