Gehaltspoker VW-Manager bieten eigene Nullrunde an

Volkswagen stehen raue Tarifverhandlungen bevor, Personalchef Peter Hartz verlangt von den Mitarbeitern vielfältige Einsparungen. Jetzt ringen sich die VW-Oberen zu einer Geste durch: Sie wollen selbst für zwei Jahre auf Gehaltssteigerungen verzichten - unter bestimmten Bedingungen.


Berlin - Das VW-Management wolle mit dem Angebot den Mitarbeitern in den westdeutschen Werken nahe legen, selbst für zwei Jahre auf Gehaltssteigerungen zu verzichten. Das berichtete die "Bild"-Zeitung am Freitag unter Berufung auf Sprecher des Konzerns.

Parkplatz vor der VW-Zentrale Wolfsburg: IG Metall zeigt sich unzufrieden
DPA

Parkplatz vor der VW-Zentrale Wolfsburg: IG Metall zeigt sich unzufrieden

Am Montag hatte der Konzern angekündigt, er wolle die Personalkosten in den kommenden sechs Jahren um zwei Milliarden Euro senken und aus dem Haustarifvertrag aussteigen. Die 103.000 Beschäftigten der westdeutschen Werke sollten für zwei Jahre bei Lohn und Gehalt Nullrunden hinnehmen, um ihre Arbeitsplätze zu sichern.

Bereits in diesem Jahr wollen sich die Vorstände des größten europäischen Autoherstellers ein Viertel ihrer Erfolgsprämien kürzen. Die Gewerkschaft IG Metall ist mit den Gesten unzufrieden. Sie erklärte, falls VW bei seinen Forderungen bleibe, werde es eine sehr konfliktträchtige Tarifrunde geben. Die Tarifverhandlungen beginnen Mitte September. In Deutschland sind insgesamt 176.000 Menschen bei VW beschäftigt.



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