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Geld aus Brüssel

aus DER SPIEGEL 31/1992

soll auch weiterhin die europäische Landwirtschaft stützen. Die EG-Agrarminister einigten sich jedoch am 1. Juli auf eine Neuerung. Statt indirekter Subventionen über staatlich garantierte Mindestpreise sollen die Bauern künftig direkte Einkommenshilfen erhalten.

Der Interventionspreis für Getreide, zu dem die EG Überschüsse aufkauft, wird von jetzt 365 bis 1995/96 auf 237 Mark je Tonne gesenkt. Als Ausgleich erhalten die deutschen Bauern im Durchschnitt 593 Mark pro Hektar Anbaufläche für Getreide, Ölsaaten und Hülsenfrüchte. Landwirte mit mehr als 20 Hektar müssen 15 Prozent der Fläche umschichtig stillegen. Nur dann erhalten sie die Ausgleichszahlungen.

Der Preis für Milch bleibt 1992/93 stabil und sinkt in den nächsten drei Jahren um jeweils ein Prozent. Die Quotenregelung - Begrenzung der Produktionsmenge je Land - wird bis zum Jahr 2000 verlängert.

Bei Rindfleisch wird die Interventionsmenge von 750 000 Tonnen im Jahr bis 1997 auf 350 000 Tonnen gesenkt. Die Interventionspreise werden um insgesamt 15 Prozent verringert. Als Ausgleich gibt es wie bei Getreide Prämien.

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