Geldbuße Ex-Hedgefondsmanager muss Teddysammlung versteigern

Das Londoner Auktionshaus Christie's versteigert bald eine wertvolle Sammlung alter Steiff-Bären. Deren Besitzer trennt sich jedoch nicht ganz freiwillig von seinen Kuscheltieren: Der Ex-Hedgefondsmanager ist wegen Veruntreuung verurteilt worden - und muss nun eine Millionstrafe abbezahlen.

Steiff-Produktion in Giengen: Geschätzter Wert von 1,4 Millionen Euro
DPA

Steiff-Produktion in Giengen: Geschätzter Wert von 1,4 Millionen Euro


Hamburg - Paul Greenwood hat es schwer getroffen. Erst flog der Ex-Hedgefondsmanager wegen der Veruntreuung von Kundengeldern auf, dann verurteilte ihn ein US-Gericht zu einer Millionenbuße, jetzt muss der Betrüger auch noch seine geliebte Teddysammlung aufgeben. Noch in diesem Monat will das Londoner Auktionshaus Christie's die Kollektion versteigern.

13.000 Steiff-Teddys nennt Greenwood laut "Financial Times Deutschland" sein eigen. Die Sammlung sei von außerordentlicher Qualität, urteilt Jasper Pearson, Teilhaber des auf alte Stofftiere spezialisierten Händlers Sue Pearson, gegenüber dem Branchendienst "Bloomberg". Greenwood habe "nur museumswürdige Stücke von neuwertigem Zustand" erworben, sagt der Experte. Der geschätzte Wert der Sammlung: 1,4 Millionen Euro.

Doch selbst wenn Christie's diese Summe erlösen sollte - an Greenwoods prekärer Lage ändert das kaum etwas. Der Ex-Manager soll von 1996 bis zu seiner Verhaftung im Februar 2009 gemeinsam mit seinem Partner Steve Walsh Anleger um rund 554 Millionen Dollar geprellt haben. Greenwood hat sich mit der Staatsanwaltschaft darauf geeinigt, eine Geldbuße von 83,5 Millionen Dollar zu zahlen. Außerdem drohen Greenwood 85 Jahre Haft. Das Urteil soll am 1. Dezember verkündet werden.

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insgesamt 2 Beiträge
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Klo, 07.10.2010
1. Wiebitte?
Zitat von sysopDas Londoner Auktionshaus Christie's versteigert bald eine wertvolle Sammlung*alter Steiff-Bären. Deren Besitzer trennt sich jedoch nicht ganz freiwillig von seinen Kuscheltieren: Der Ex-Hedgefondsmanager ist wegen Veruntreuung verurteilt worden - und muss nun eine*Millionstrafe abbezahlen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,721749,00.html
Die Sammlung von 13.000 Steiff-Bären soll nur 1,4 Millionen Euro wert sein? Das wären ja nur 107 Euro pro Bär. Dafür bekommt man heute kaum im Laden einen großen Teddy. Ich vermute, dass da ein paar Nullen fehlen. Ansonsten gilt natürlich: Die Strafe ist gerecht.
Donatus75 07.10.2010
2. Ich weiß nicht was soll es bedeuten.....
Hmm - was soll mir dieser Artikel sagen? Ein Anlagebetrüger, der seine Kunden um über 500 Millionen betrogen hat, muss nun seine Teddysammlung verkaufen...soweit die Fakten. Nur wieso wird so was überhaupt erwähnt? meie Vermutungen: 1) Sollen wir sehen dass dieser Betrüger ein Herz hatte, da er Spielzeug liebte und daheim wahrscheinlich alles seinen Teddys gebeichtet hat? 2) Oder ist es ein Tipp, wo man sein Geld heutzutage inflationssicher anlegt - nämlich in eine erstklassige Sammlung von Steiff-Teddys? Dann stellt sich für mich allerdings doch eher die Frage - wo sind die restlichen 553 Millionen? Wurden dafür Monets erworben? Eine Schnupftabaksammlung? Alte Schallplatten? 3) Da schaut her! Verbrechen lohnt sich nicht! Am Ende muss man alles zurückgeben bis aufs letzte Hemd - pardon - auf den letzten Teddy? 4) Oder soll mit dieser Nachricht eventuell indirekt für das Auktionshaus Christie's geworben werden, damit alle Steiff-Teddy-Liebhaber wissen "Obacht - es kommen 13.000 Teddys auf den Markt - da muss ich doch gleich mal den Katalog von denen anfordern?" 5) Da bliebe dann noch der Wunsch des Autors über, bei seinen Lesern auf plumpeste Weise das Gefühl von Schadenfreude hervorrufen zu wollen... Kurzum - ich weiß es nicht. Allerdings denke ich, dass es wichtigere Nachrichten gibt als eben diese.
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