Gerichtsurteil Zwei Jahre auf Bewährung für Bestechung von EADS-Mitarbeitern

Zwei Jahre Haft auf Bewährung: So lautet das Urteil im dritten Prozess um Schmiergelder beim europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS. Der Angeklagte hatte sich mithilfe von Bestechungsgeldern Dokumentationsaufträge gesichert.


München – Die treibende Kraft soll er nicht gewesen sein - trotzdem ist ein 51-jähriger Angeklagter wegen der Bestechung von EADS-Mitarbeitern zu immerhin zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Landgericht München sah es als erwiesen an, dass sich der Geschäftsführer einer Technologiefirma und sein ehemaliger Partner mit Zuwendungen an zwei Manager des Luft- und Raumfahrtkonzerns sowie an einen Bereichsleiter von Airbus Aufträge bei der Digitalisierung technischer Handbücher gesichert haben.

Das Verfahren gegen den 49-jährigen Geschäftspartner des heute verurteilten Thüringers war abgetrennt worden, weil der mutmaßliche Komplize krank war. Der Prozess gegen ihn wird wahrscheinlich am Freitag fortgesetzt.

Die beiden ehemaligen EADS-Manager, die die Schmiergelder angenommen hatten, waren bereits im Februar wegen Bestechlichkeit und Untreue vom Landgericht zu vier beziehungsweise drei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der frühere Airbus-Mitarbeiter erhielt eine einjährige Bewährungsstrafe.

ase/ddp



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