Gerüchte MobilCom schickt Ericsson in die Wüste

An der Börse kursieren Gerüchte, wonach die Verhandlungen von MobilCom und seinem UMTS-Ausrüster Ericsson geplatzt sind. MobilCom dementiert.


MobilCom-Zentrale: Suche nach neuen Partnern?
DPA

MobilCom-Zentrale: Suche nach neuen Partnern?

Büdelsorf - MobilCom hat an Ericsson einen Auftrag zum Aufbau der ersten Stufe ihres UMTS-Netzes in Höhe von 1,6 Milliarden Mark vergeben. Von Händlern in Frankfurt war zu hören, Ericsson wolle die geplante Vorfinanzierung nicht mehr leisten und daher sei der Deal gescheitert.

Wie das Anlegermagazin "Telebörse" erfahren haben will, soll Gerhard Schmid derjenige sein, der die Verhandlungen hat platzen lassen. Ausschlaggebend für die Entscheidung des MobilCom-Chefs seien bessere Finanzierungskonditionen, die MobilCom-Partner France Télécom mit dem UMTS-Ausrüster Alcatel ausgehandelt habe.

MobilCom hat die am Markt kursierenden Gerüchte dementiert. "Wir haben bestehende Verträge", sagte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage. Er räumte aber ein, dass die Büdelsdorfer die Zusammenarbeit mit weiteren UMTS-Lieferanten, darunter Siemens Nokia und Alcatel prüfen.

Mit einem weiteren Lieferanten habe MobilCom die Möglichkeit, noch schneller das eigene UMTS-Netz zu installieren, hieß es zur Begründung. Zudem biete eine Konstellation mit zwei Ausrüstern ein höheres Maß an Planungssicherheit in allen Bereichen. Das Ziel, als erster auf dem deutschen Markt zu sein, "hat höchste Priorität", erklärte der Vorstandsvorsitzende Gerhard Schmid.

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