Gerüchte um Kapitalerhöhung Conti-Aktie stürzt ab

Auf und ab bei Conti: Die Aktie des Autozulieferers ist am Dienstag zeitweise mehr als sechs Prozent ins Minus gerutscht - nachdem sie am Vortag noch stark zugelegt hatte. Laut einem Zeitungsbericht plant der Konzern eine kräftige Kapitalerhöhung.


Conti-Werk in Regensburg: Frisches Geld nötig
DDP

Conti-Werk in Regensburg: Frisches Geld nötig

Hamburg - Continental sucht nach Auswegen aus der Finanzklemme: Der hochverschuldete Autozulieferer will offenbar mit Hilfe einer milliardenschweren Kapitalerhöhung an frisches Geld kommen, berichtet die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf "mehrere beteiligte Personen". Conti-Chef Thomas Neumann plane, dem Aufsichtsrat Ende Juli mit seinen Strategiekonzepten auch Pläne für eine Kapitalerhöhung vorzulegen.

An der Börse sorgte der Bericht für Unruhe: Die Conti-Aktie stürzte am Dienstag zeitweise um mehr als sechs Prozent ab. Tags zuvor hatte das Papier noch deutlich zugelegt.

Finanzkreisen zufolge wolle Conti etwa eine Milliarde Euro Eigenkapital hereinholen, heißt es in dem Zeitungsbericht. Mit der Kapitalerhöhung wolle der Vorstand Conti für die weiterhin schweren Zeiten rüsten. Ein Konzernsprecher wollte auf Anfrage keine Stellung zu dem Bericht nehmen.

Allerdings ist dem Bericht zufolge fraglich, ob der von Großaktionär Schaeffler dominierte Conti-Aufsichtsrat eine Kapitalerhöhung genehmigt. Schaeffler hält aktuell 90 Prozent an Continental. Die Franken hatten die Conti-Aktien zu einem Preis von je 75 Euro gekauft.

yes/ddp



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