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09. April 2003, 08:40 Uhr

Gesundheitsreform

Rürup-Kommission plant offenbar pauschale Praxisgebühren

Die Rürup-Kommission wird heute ihre Reformvorschläge für das Gesundheitswesen beschließen. Unter anderem soll darin eine pauschale Praxisgebühr in Höhe von 15 Euro für Arztbesuche vorgesehen sein.

Kompromissvorschlag in letzter Minute: Renten-Kommissions-Chef Rürup
DDP

Kompromissvorschlag in letzter Minute: Renten-Kommissions-Chef Rürup

Berlin - Zur Berechnung der Krankenkassenbeiträge sollten künftig auch Zins- und Mieteinnahmen des Versicherten herangezogen werden, berichtet die "Bild"-Zeitung ohne Angabe von Quellen. Zudem sollten auch Freiberufler wie Ärzte und Anwälte in die Krankenversicherung einbezogen werden. Beamte blieben aber weiterhin privat versichert, hieß es.

Der Kommissionsvorsitzende Bert Rürup hatte sich mit dem Gesundheitsökonomen Karl Lauterbach auf ein Papier geeinigt, das dem Gremium zu Beginn der Sitzung am Vormittag vorgelegt werden soll. Die beiden Wissenschaftler hatten sich in den vergangenen Monaten für gegensätzliche Modelle zur Finanzierungsreform der gesetzlichen Kassen stark gemacht. Dies hatte Zweifel genährt, ob sich die Kommission überhaupt auf einen breit getragenen Vorschlag einigen kann.

Unmittelbar vor der Sitzung hatte Rürup an die Kommission appelliert, sich auf einen Kompromiss zu verständigen. Die Vorschläge der Rürup-Kommission sollen in die Gesundheitsreform einfließen, die Bundessozialministerin Ulla Schmidt (SPD) im Mai präsentieren will.

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