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Gewässerschäden kommen teuer

aus DER SPIEGEL 44/1987

Die Brandkatastrophe beim Basler Chemieriesen Sandoz hat die Assekuranz-Manager verunsichert. Der bislang hochprofitable Haftpflicht-Schutz für Gewässerschäden gilt den Versicherungskonzernen als nahezu unkalkulierbares Risiko. Etliche Versicherer haben sich entschlossen, vorerst keine weiteren Verträge mit der Industrie abzuschließen. Betriebe, die eine Haftpflicht-Police besitzen, müssen drastische Beitragserhöhungen akzeptieren. In Extremfällen werden Prämiensprünge von mehr als 1000 Prozent angekündigt. Dennoch, so klagt der Bund versicherter Unternehmer, werde der »Versicherungsschutz im Schadensfall praktisch auf Null gestellt«. Denn mit den neuen Prämienrechnungen flattern den Firmen geänderte Vertragsklauseln ins Haus. Danach sind zum Beispiel Gewässerschäden, die »Folge des normalen Betriebsablaufs« sind, künftig nicht mehr versichert.

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