BKA registriert Dutzende Fälle Angriffe gegen Immobilienfirmen werden härter

Der Widerstand gegen Wohnungsbaufirmen wird militant: Nach SPIEGEL-Informationen sind große Immobilienunternehmen und deren Mitarbeiter zunehmend Ziel von Attacken.

Baustelle der CG Gruppe (in Berlin)
Jörg Carstens/ DPA

Baustelle der CG Gruppe (in Berlin)

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In Deutschland wurden in diesem Jahr Straftaten gegen große Wohnungsbaufirmen "in einem mittleren zweistelligen Bereich" registriert - pro Unternehmen. Das teilte das Bundeskriminalamt (BKA) auf Anfrage des SPIEGEL mit. Bekennerschreiben zu zahlreichen Straftaten lassen laut BKA auf Täter aus der linken Szene schließen.

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Heft 49/2019
Warum alle Welt ihn bis heute vergöttert

Ein beliebtes Ziel der Täter ist die CG Gruppe des Immobilienentwicklers Christoph Gröner. In der Nacht zum 3. Oktober 2019 legten Unbekannte auf einer Großbaustelle des Unternehmens in Leipzig Feuer, zwei Baukräne brannten und drohten auf anliegende Häuser zu stürzen, Anwohner mussten ihre Wohnungen verlassen. Das Landeskriminalamt (LKA) Sachsen stellt in Leipzig eine "qualitative Steigerung" relevanter Straftaten gegen die CG Gruppe fest.

Hintergrund für die wachsende Aggression sei die "soziale Umstrukturierung von Wohngegenden durch Sanierungsmaßnahmen - verbunden mit Mieterhöhungen und Räumungen", so das LKA Sachsen.

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insgesamt 14 Beiträge
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Seite 1
Lion 29.11.2019
1. Es geht um die Existenz
Das ist leider die Konsequenz, wenn man eine beinharte, sozial kalte Politik betreibt, die an die Existengrundlage der Bürger geht. Bezahlbares Wohnen ist ein Grundrecht und wer das ignoriert und der Immobilienlobby das Leben erleichtert, der muss mit der Gewalt rechnen. Leider! Nehmt die Probleme der Menschen ernst, dann passiert das nicht.
Wuschel_4711 29.11.2019
2.
Zitat von LionDas ist leider die Konsequenz, wenn man eine beinharte, sozial kalte Politik betreibt, die an die Existengrundlage der Bürger geht. Bezahlbares Wohnen ist ein Grundrecht und wer das ignoriert und der Immobilienlobby das Leben erleichtert, der muss mit der Gewalt rechnen. Leider! Nehmt die Probleme der Menschen ernst, dann passiert das nicht.
Man sollte vor allem § 140 Abs. 2 StGB ernst nehmen. Der ist auch bei Brandstiftung einschlägig.
tobias127 29.11.2019
3. Jeder Neoliberale müsste eigentlich Freudensprünge aufführen....
.... endlich leben wir in einem System, in dem sich der Stärkere durchsetzt. War das nicht immer deren Forderrung? Oder wird hier staatlicher Eingriff plötzlich auch von Neoliberalen gefordert? Natürlich nur dann, wenn die eigenen (wirtschaftlichen) Interessen in Gefahr sind.
Europa! 29.11.2019
4. Heuchler
Angriffe auf Menschen, die Wohnungen bauen, sind der Beweis für die zynische Verlogenheit der linken "Mieterfreunde". Es geht überhaupt nicht um Menschen, die eine Wohnung suchen. Es geht um die Macht und die Privilegien einer Gruppe von linken Politikern und Krawallmachern, die alles tun, um den Bau von Wohnungen zu verhindern.
Sendungsverfolger 29.11.2019
5. Falsch auf ganzer Linie
Zitat von LionDas ist leider die Konsequenz, wenn man eine beinharte, sozial kalte Politik betreibt, die an die Existengrundlage der Bürger geht. Bezahlbares Wohnen ist ein Grundrecht und wer das ignoriert und der Immobilienlobby das Leben erleichtert, der muss mit der Gewalt rechnen. Leider! Nehmt die Probleme der Menschen ernst, dann passiert das nicht.
Bezahlbares Wohnen ist kein Grundrecht. Wer hat ihnen den diesen Unsinn erzählt? Nicht einmal Wohnen selbst ist in Deutschland ein Grundrecht. War vielleicht mal in der DDR so, da gab es auch ein Recht auf Arbeit. Niemand muss mit Gewalt "rechnen" (die Sie offensichtlich gutheißen), wenn er legalen Tätigkeiten nachgeht. Gewalt darf nur vom Staat ausgehen. Die Staatsgewalt geht vom Volke aus. Das bedeutet: Passen euch die Gesetze nicht, dann bewegt euren Hintern und ändert die Gesetze. Alles andere ist poblige Anarchie. Ubrigens: Der Versuch, die Erreichung von politischen oder wirtschaftlichen Zielen mit gewaltsamen Mitteln zu bewerkstelligen, nennt man nach außen hin gemeinhin Krieg und nach innen hin Terrorismus. Herzlichen Glückwunsch zu eurer "sozialen" Gesinnung. Und an alle Staftaten-Befürworter: Ihr könnt gerne euren eigenen Staat bilden, in dem Interessenskonflikte mit Gewalt ausgetragen werden. Mal sehen, wie lange euch das gefällt.
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