Gewinnsprung "Desperate Housewives" stärken Disney

Der lange kriselnde US-Entertainmentkonzern Disney konnte seinen Gewinn im abgelaufenen Quartal deutlich steigern. Gründe dafür sind ein Besucher-Zuwachs in den Vergnügungsparks - und ein gutes Abschneiden der TV-Tochter ABC.


Los Angeles - Unter dem Strich habe das Unternehmen 851 Millionen Dollar oder 41 Cent je Aktie verdient, teilte Disney mit. Ein Jahr zuvor hatte der Nettogewinn noch 604 Millionen Dollar betragen. Damit wurden die Erwartungen von Analysten übertroffen. Der Umsatz kletterte den Angaben zufolge auf 7,7 Milliarden Dollar, nach 7,5 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal. Hier hatten Analysten allerdings mit einem etwas höheren Wert gerechnet.

Hausfrauen-Miminnen Felicity Huffman, Marcia Cross, Eva Longoria and Teri Hatcher (von links): Aufputschmittel für ABC
REUTERS

Hausfrauen-Miminnen Felicity Huffman, Marcia Cross, Eva Longoria and Teri Hatcher (von links): Aufputschmittel für ABC

Die Fernsehsender der Gruppe steigerten ihren Gewinn um 48 Prozent, was das Unternehmen auch auf den Erfolg der Serie "Desperate Housewives" zurückführte. Die Zuschauerzahlen beim Sender ABC seien im vergangenen Jahr unter anderem wegen dieser Serie gestiegen und hätten damit zu höheren Werbe-Einnahmen geführt. Der Sport-Kabelsender ESPN habe zudem von höheren Gebühren und einem Abonnenten-Zuwachs profitiert.

Die Unterhaltungsparks Disneyland und Walt Disney World nahmen dank höherer Besucherzahlen und -ausgaben sechs Prozent mehr ein. Die Disney-Filmstudios verbuchten dagegen angesichts rückläufiger Videoumsätze einen operativen Verlust von 34 Millionen Dollar.

Disney-Aktien, die im vergangenen Monaten sieben Prozent zugelegt hatten, gaben im nachbörslichen Handel rund 1,5 Prozent auf 25,75 Dollar nach.



© SPIEGEL ONLINE 2005
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.