Gewinnwarnung Psion verliert 25 Prozent

Der britische Taschencomputer-Hersteller Psion hat an der Börse kräftig Federn lassen müssen. Die Aktie hat nach einer Gewinnwarnung um ein Viertel ihres Wertes eingebüßt.


In das netBook setzt Psion große Hoffnungen
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In das netBook setzt Psion große Hoffnungen

London - Das Ergebnis für das Gesamtjahr werde "deutlich unter den Erwartungen des Marktes" liegen, hatte Psion am Morgen mitgeteilt. Die Reaktion der Börse ließ nicht auf sich warten: In London lag das Papier bei 433,25 Pence mit 24,6 Prozent im Minus.

Psion-Chef David Levin begründete die Gewinnwarnung mit ungünstigen Wechselkursen, einmaligen Restrukturierungskosten und einem Rückgang der Nachfrage bei hochpreisigen Kartenmodems. Wechselkurseffekte hätten die Gewinnspannen um vier Prozent verringert. Im Gesamtunternehmen lägen sie bei über 30 Prozent, hieß es. Gestiegene Kosten für Computerteile würden zudem in der zweiten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres die Gewinnspannen um rund zwei Prozent sinken lassen, hieß es weiter. Die Sparte Psion Computers beispielsweise begleicht ihren Einkauf von Computerteilen in Dollar, während ein großer Prozentsatz des Absatzes in Euro berechnet wird.

Weitere Belastungen im Umfang von zwei Millionen Pfund seien durch die Integration der im vergangenen Juli übernommenen kanadischen Teklogix zu verzeichnen gewesen. Außerdem müssten 2,5 Millionen Pfund in die Modem-Sparte Connect investiert werden, um sie im kommenden Jahr in die Gewinnzone zurückzuführen, so das Unternehmen weiter. Insgesamt sei er jedoch mit Geschäftsverlauf und Strategie zufrieden und blicke optimistisch in die Zukunft, sagte Levin. Die Nachfrage sei in den meisten Unternehmenssparten weiterhin stark.

Neue Produkte, in die Psion große Hoffnungen setzt, dürften sich nach Einschätzung von Analysten allerdings erst gegen Ende kommenden Jahres positiv auf das Ergebnis auswirken. Anfang 2001 plant Psion die Markteinführung von Produkten auf Basis der so genannten Bluetooth-Technologie, mit der Geräte per Funk kommunizieren können. Außerdem werde in Zusammenarbeit mit Motorola ein Taschencomputer mit Farbbildschirm und eingebautem Mobiltelefon entwickelt.



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