Giftiges Spielzeug Millionenstrafe für Mattel

Eine so hohe Strafe hat die US-Verbraucherschutzkommission bisher noch nie verhängt: 2,3 Millionen Dollar müssen die Spielzeugfirma Mattel und ihr Tochterunternehmen Fisher Price zahlen. Sie hatten wissentlich Ware aus China mit einem überhöhten Bleigehalt importiert.

New York - Die Rekordstrafe wurde am Freitag von der Vebraucherschutzbehörde CPSC in New York verkündet. 2,3 Millionen Dollar, umgerechnet 1,7 Millionen Euro). Damit solle der Konzern dafür büßen, dass er und seine Filiale Fisher Price wissentlich Unmengen an bleihaltigen Spielzeug aus China auf den US-Markt brachten. "Diese Strafe soll den Spielzeugfabrikanten klarmachen, dass die CPSC entschlossen ist, die Sicherheit der Kinder zu schützen und ihren Kontakt mit Blei zu verringern", hieß es in der Erklärung der Behörde.

Die Verbraucherschutzbehörde hatte 2007 rund zwei Millionen Spielzeuge von Mattel und Fisher Price zurückgerufen, darunter 900. 000 Spielzeug-Autos und unzählige Barbie-Accessoires. Von dem Skandal waren auch andere Firmen betroffen. Die Farbe der in China hergestellten Produkte war teils massiv mit Blei verseucht.

China ist größter Spielzeugexporteur der Erde. Nach dem Skandal hatte sich die Volksrepublik verpflichtet, bei Exportartikeln für die USA auf die Bleifarbe zu verzichten.

ler/AFP