Glaxo SmithKline Interesse an Bayer-Kauf?

Der britisch-amerikanische Konzern Glaxo SmithKline, führender Pharmaproduzent der Welt, ist angeblich am Kauf der Pharmasparte von Bayer interessiert.


Cholesterin-Senker Lipobay: Empörung weltweit
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Cholesterin-Senker Lipobay: Empörung weltweit

Leverkusen/London - Nach einem Bericht der Zeitung "The Sunday Telegraph" ist das Glaxo-Interesse wegen der schweren Probleme akut geworden, in denen sich Bayers Pharmabereich nach dem Rückzug des Mittels Lipobay/Baycol befindet. Glaxo SmithKline hatte bei der Vermarktung des Medikaments in den USA mit Bayer kooperiert und soll nach Auskunft der Anwälte Michael Witti und Edward Fagan ebenfalls von Klagen betroffen sein.

Dem Bericht zufolge könne das Angebot von Glaxo SmithKline für Bayer bis zu 15 Milliarden Dollar (32 Mrd DM/16,4 Mrd Euro) betragen. Laut dem "Sunday Telegraph" macht sich ein Team von Glaxo SmithKline bereits mit den Zahlen von Bayer vertraut, um zu sehen, ob durch eine Übernahme die Marktstellung gestärkt werde. Die Gespräche zwischen beiden Unternehmen befänden sich "in einem sehr frühen Stadium". Sprecher von Glaxo SmithKline und Bayer wollten diesen Bericht am Sonntag nicht kommentieren.

Mit einem Verkauf der Pharmasparte hätte sich Bayer dem Bericht des britischen Blattes zufolge des juristischen Streits um die Folgen des Lipobay-Debakels entledigt. Glaxo SmithKline würde durch eine Übernahme angesichts der eingeführten Bayer-Marken und angesichts noch in der Entwicklung befindlicher viel versprechender Medikamente "ein gutes Geschäft machen".



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