Globalisierung IWF will Deeskalation

Im Vorfeld seiner Herbsttagung Ende September bemüht sich der Internationale Währungsfonds (IWF) intensiv um eine Deeskalation der zu erwartenden Proteste.


Um gewalttätige Ausschreitungen in Washington möglichst zu vermeiden und den Globalisierungsgegnern ein Forum zu geben, will sich Währungsfonds-Chef Horst Köhler vorab auch mit den Vertretern von deutschen Protestgruppen treffen. Köhler, der einst als Staatssekretär im Bonner Finanzministerium diente, kommt am 10. September eigens dafür nach Berlin.

Geplant ist eine Diskussionsveranstaltung mit den Abgesandten von Nichtregierungsorganisationen; Thema dürften dabei vor allem die internationale Finanzarchitektur und die von vielen Globalisierungskritikern befürwortete so genannte Tobin-Steuer gegen Devisenspekulationen sein. Auch Bundesfinanzminister Hans Eichel will an der Diskussion teilnehmen.

Aus Angst vor Ausschreitungen hatte der IWF seine Herbsttagung bereits vor wenigen Tagen um mehr als die Hälfte der vorgesehenen Dauer verkürzt.



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