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EDELMETALLE Goldene Hochzeiten

aus DER SPIEGEL 36/2007

Die aktuellen Turbulenzen an den Finanzmärkten scheinen neuen Gesetzen zu folgen. Aber eine alte Regel bleibt in Kraft: In Krisenzeiten kaufen die Menschen Gold. »Das ist einer der wenigen sicheren Häfen«, ist Eugen Weinberg, Rohstoffanalyst der Commerzbank, überzeugt. Die jüngsten Zahlen geben ihm recht. Im Gegensatz zu fast allen Vermögenswerten brachen die Kurse des Edelmetalls in den vergangenen Monaten nicht ein. »Die Nachfrage ist stark«, sagt Weinberg. Das Volumen der börsennotierten Goldfonds nahm seit Anfang Juli um über eine Milliarde Dollar zu. Für einen weiteren Anstieg der Goldkurse könnte unter anderem der kuriose Umstand sprechen, dass sich offenbar auch viele Goldminen mit Anlagen in Kreditprodukten verspekuliert haben. Jetzt werden sie ihre Vorkommen erst viel später ausbeuten, weil das Geld fehlt. »Das Angebot bleibt also knapp, was beim Goldpreis für ein perfektes Umfeld sorgt«, glaubt zumindest Weinberg, und die Nachfrage dürfte durch die im Herbst beginnende Hochzeitssaison in Indien noch weiter angeheizt werden.

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