Schuldenkrise in Griechenland Deutsche Invest pachtet Hafen von Thessaloniki

Der Hafen von Thessaloniki gilt als Drehkreuz für den ganzen Balkan. Jetzt wird er privatisiert: Ein Konsortium unter deutscher Führung pachtet ihn für die nächsten 40 Jahre.
Hafen von Thessaloniki

Hafen von Thessaloniki

Foto: SAKIS MITROLIDIS/ AFP

Das schuldengeplagte Griechenland kommt bei seinen Privatisierungen voran. Eine Investorengruppe unter deutscher Führung wird den zweitwichtigsten Hafen Griechenlands zu großen Teilen pachten.

Der Hafen von Thessaloniki im Norden des Landes gilt als strategisch wichtige Drehscheibe für den gesamten Balkan. Das Konsortium wurde als der bevorzugte Investor benannt, teilte der griechische Privatisierungsfonds Taiped mit.

Bei dem Geschäft sollen rund zwei Drittel des Hafens (67 Prozent) bis zum Jahr 2051 verpachtet werden. Der Preis soll griechischen Medien zufolge knapp 232 Millionen Euro betragen.

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Am Konsortium sind nach Angaben des Privatisierungsfonds neben der Gesellschaft Deutsche Invest Equity Partners, die in München sitzt, die griechische Belterra Investments sowie die französisch geführte Terminal Link SAS beteiligt.

Der überschuldete Euro-Staat bekommt seit Jahren Hilfsgelder, die an Sparprogramme, Privatisierungen und Strukturreformen geknüpft sind. Die Regierung in Athen hat sich verpflichtet, Privatisierungen zu beschleunigen. Unter anderem sind 14 Flughäfen schon verpachtet worden.

asa/dpa
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