Notkredite für Banken
EZB verstärkt Druck auf Griechenland
Die griechischen Banken sind auf Notfallkredite angewiesen - die Europäische Zentralbank hat die Genehmigungsfrist dafür nun dennoch verkürzt. Zudem will sie den Banken nach SPIEGEL-Informationen die Staatsfinanzierung erschweren.
EZB-Zentrale in Frankfurt: Schärfere Vorgaben für griechische Banken
Foto: Reuters, FEB 05/ Reuters
Die Europäische Zentralbank (EZB) erhöht im Streit um die Staatsschuldenkrise den Druck auf die griechische Regierung. Am Donnerstag verfügte die EZB, den nahezu unverändert gebliebenen Rahmen der Notfallkredite (ELA) nur für sieben weitere Tage zu genehmigen. Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.
Bislang galt ein 14-tägiger Rhythmus. Die Regelung erlaubt es der griechischen Notenbank, mit Billigung der EZB die heimischen Banken mit Notfallkrediten zu versorgen.
Zugleich will die EZB faktisch die Möglichkeit Athens beschneiden, sich über die heimischen Banken zu finanzieren. Die bei der EZB angesiedelte europäische Bankenaufsicht hat die griechischen Banken bereits vor zwei Wochen in einem Schreiben ermahnt, durch den Kauf kurzfristiger Staatsanleihen (T-Bills) keine zusätzlichen Risiken einzugehen.
Jetzt will sie offenbar einzelnen Banken schärfere Vorgaben machen, was denen den Kauf von T-Bills stark erschweren und die Geldnot der griechischen Regierung weiter verschärfen würde. Der EZB-Rat muss dies noch billigen.