Angebliche Investition in der Ägäis Buffett dementiert griechischen Insel-Deal

Hat er oder hat er nicht? Warren Buffett soll nach Angaben eines italienischen Immobilienunternehmers eine griechische Insel gekauft haben. Doch jetzt gibt es Zweifel an dem Deal.
Warren Buffett (Archivbild): Ist der Traum von der griechischen Insel nur ein Märchen?

Warren Buffett (Archivbild): Ist der Traum von der griechischen Insel nur ein Märchen?

Foto: CARLO ALLEGRI/ REUTERS

Die Nachricht sorgte in Griechenland für viel Aufsehen: US-Starinvestor Warren Buffett soll über den italienischen Immobilienunternehmer Alessandro Proto die griechische Insel Agios Thomas erworben haben. Ob das so stimmt - darüber gibt es nun allerdings widersprüchliche Angaben.

"Nein, Warren Buffett hat keine griechische Insel gekauft", schreibt das Nachrichtenportal Omaha.com . Der US-Zeitung "Omaha World Herald" habe Buffetts Büro gesagt, die Berichte über den Inselkauf würden nicht stimmen, so die Website. Auch die Nachrichtenagentur Reuters meldet am Dienstagabend: Buffett habe Berichte über den angeblichen Inselkauf als "frei erfunden" zurückgewiesen.

Konfrontiert mit dem US-Zeitungsartikel, behauptet Protos Unternehmen hingegen weiterhin, die Transaktion habe stattgefunden. Warren Buffett habe die Investition allein getätigt, nicht durch sein Unternehmen.

Allerdings ist es um die Glaubwürdigkeit von Alessandro Proto nicht zum Besten bestellt. Im Jahr 2013 geriet der Finanzier nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters  und der italienischen Zeitung "L'Espresso" ins Visier der Ermittler - wegen eines Verdachts auf Börsenkursmanipulationen.

Auch im Rahmen anderer Immobiliendeals ist Proto bereits ins Zwielicht geraten. Laut "L'Espresso"  soll sich der Immobilienunternehmer anlässlich eines Hausverkaufs in der Toskana die Geschichte ausgedacht haben, dass William und Kate in der Villa auf ihrer Hochzeitsreise übernachtet hätten - um einen besseren Preis dafür zu erzielen.

Auf Nachfrage von SPIEGEL ONLINE erklärte Protos Unternehmen am Dienstagabend: "Wir haben Dokumente, und wir werden sie so bald wie möglich veröffentlichen. Wir haben keine Angst, uns mit Warren Buffett anzulegen."

bos/gec/wal/Reuters