Gute Konjunktur Industrie fordert Steuersenkungen

Der Geldregen geht weiter: Bund und Länder können sich auch in diesem Jahr über steigende Steuereinnahmen freuen. Der Industrieverband DIHK pocht deshalb auf deutliche Steuersenkungen.


Berlin - Das Steueraufkommen stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 12,9 Prozent auf 272,77 Milliarden Euro, wie aus dem Bundesfinanzministerium in Berlin verlautete. Im Juli kletterten die Einnahmen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 6,9 Prozent auf 36,96 Milliarden Euro. Während im Juli die Ländersteuereinnahmen zulegten, gingen die aus Bundessteuern leicht zurück.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat wegen der anhaltend guten Konjunktur Steuersenkungen gefordert. DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun sagte der "Wirtschaftswoche" mit Verweis auf die Steuerzahlungen der Wirtschaft, er rechne mit einem höheren Aufkommen als geschätzt. "Deshalb gibt es nun auch genügend finanziellen Spielraum, um die Steuerschraube hierzulande zurückzudrehen." Nach der Steuerschätzung vom Mai sind in diesem Jahr für den Staat 534,3 Milliarden Euro Steuereinnahmen zu erwarten. Braun sagte: "Die Koalition sollte auf ihrer Klausurtagung in Schloss Meseberg alles tun, was unser Wirtschaftswachstum fördert und verstetigt." Er brachte die Lohn- und Einkommensteuer für Senkungen ins Spiel.

sam/dpa



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