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Gründer Hälfte der Start-up-Unternehmer würde Grüne wählen

aus DER SPIEGEL 33/2022

Unter Deutschlands Unternehmensgründern ge­winnen die Grünen deutlich an Zuspruch. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die der Bundesverband Deutsche Start-ups und die Beratung PwC im vergangenen Mai und Juni unter rund 2000 Führungskräften junger Firmen durchführen ließen. Die Parteipräferenz der Unternehmerinnen und Unternehmer hat sich demnach in den vergangenen Jahren deutlich verschoben: Gaben 2020 noch fast 30 Prozent an, CDU/CSU wählen zu wollen, genießen die Grünen zwei Jahre später zum ersten Mal seit Beginn der Erhebungen mit 50,8 Prozent eine absolute Mehrheit – die Union dümpelt hingegen bei 10 Prozent. Die FDP, die noch im Bundestagswahlkampf 2021 von mehreren großen Namen der Start-up-Szene, darunter die Investoren Frank Thelen, Georg Kofler und Carsten Maschmeyer, finanziell und ideell unterstützt wurde, verliert im Vorjahresvergleich ebenfalls: Nur rund 26 Prozent der Gründer würden die Liberalen wählen, wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre. 2018 war sie unter den Start-ups noch die beliebteste Partei. Weder Linke noch AfD schaffen es in der Umfrage auf mehr als 2 Prozent, die SPD profitiert mit 5,9 Prozent nicht vom Kanzlerbonus. Neben unternehmerischem Erfolg sei vielen Gründern und Gründerinnen wichtig, eine positive gesellschaftliche oder ökologische Wirkung zu entfalten, sagt Magdalena Oehl, Vizechefin des Bundesverbands. »All das scheint in den Augen des Start-up-Ökosystems bei den Grünen am stärksten abgedeckt.« Die Umfrage ist Teil des jährlichen Start-up-Monitors, dessen komplette Auswertung im September veröffentlicht wird.

rai
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