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Energie Hamsterkäufe bei Braunkohlebriketts

aus DER SPIEGEL 28/2022
Anwohner beim Brikettbunkern

Anwohner beim Brikettbunkern

Foto:

Andre Lenthe / IMAGO

Aus Angst vor einem Gas-Lieferstopp decken sich viele Haushalte in diesem Jahr früh mit Braunkohlebriketts ein. Der Absatz ist laut Sächsischem Brennstoff- und Mineralölhandelsverband (SBMV) gegenüber dem Vorjahr um fast 50 Prozent ­gestiegen. Vor allem in Ostdeutschland und Bayern sei die Nachfrage groß. »Unsere Händler haben sehr viele Anfragen von Stammkunden, die oft die doppelte Menge an Briketts ­bestellen, aber auch von vielen Neukunden«, so Verbandschef Raimond Senzel; er spricht von »Hamsterkäufen«. Kaminhändler und Ofenbauer erhielten ebenfalls deutlich mehr Auf­träge. Die erhöhte Nachfrage wirke sich auf die Preise aus: »Auch Holzbriketts, Holzpellets und Scheitholz haben sich preislich fast verdoppelt.« Hinzu kommt, dass der RWE-Konzern in diesem Jahr die Veredelung von Braunkohle einstellt. Damit bleibt nur die LEAG-Brikett­fabrik im brandenburgischen Spremberg als heimische Lieferantin übrig. Man habe die Produktion schon um 60 Prozent erhöht, so ein Sprecher. »Wir sind darauf eingerichtet, auch über den Sommer mit voller Kapazität in drei Schichten an sieben Tagen in der Woche zu produzieren.«

mxw
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