Coronakrise Handel kämpft mit schleppendem Verlauf des Weihnachtsgeschäfts

Die Appelle der Regierung, größere Menschenansammlungen zu meiden, haben offensichtlich verfangen. Besonders zu spüren bekommt das der Einzelhandel in den Innenstädten.
Weihnachtsdekoration in der Hamburger Innenstadt: Sorgenkind ist der Bekleidungshandel

Weihnachtsdekoration in der Hamburger Innenstadt: Sorgenkind ist der Bekleidungshandel

Foto: A3390 Kay Nietfeld/ dpa/dpaweb

Das Weihnachtsgeschäft hat in der Woche vor dem zweiten Advent nur wenig Schwung entwickelt. Der Einzelhandelsverband HDE teilte am Sonntag mit, im Vergleich zur Woche zuvor sei es etwas besser gelaufen. Das gelte vor allem für Spielwaren, Einrichtung, Accessoires, Unterhaltungselektronik und Lebensmittel. Hier gebe es steigende Besucherzahlen. »Im Vergleich zum Vorjahr bleibt der Kundenschwund allerdings deutlich.« Sorgenkind sei der Bekleidungshandel, auch wenn der eine leichte Verbesserung spüre. »Hier liegen die Umsätze aber immer noch um ein Drittel unter dem Vorjahresniveau.«

Keine Frage, dass die Kundenzurückhaltung mit der Corona-Pandemie zusammenhängt. Die Bundesregierung hat wegen anhaltend hoher Infektionszahlen die Bevölkerung wiederholt aufgerufen, Kontakte deutlich einzuschränken. Das spürt der Handel vor allem in Innenstädten. Hier sind Läden zwar offen, registrieren aber deutlich weniger Kunden. »Das in normalen Jahren so umsatzstarke Weihnachtsgeschäft könnte 2020 für bis zu 50.000 Händler in die Insolvenz führen«, warnte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. 80 Prozent der auf Bekleidung spezialisierten Händler seien beispielsweise mit dem Weihnachtsgeschäft unzufrieden.

mik/dpa