Handel Klage gegen "Bild"-Rabatte

Die Rabattaktion der "Bild"-Zeitung gegen überhöhte Euro-Preise wird ein juristisches Nachspiel haben.


"Bild"-Kampagne gegen Euro-Preise: Kunden "übetrieben angelockt"

"Bild"-Kampagne gegen Euro-Preise: Kunden "übetrieben angelockt"

Damit reagiert das Blatt seit zwei Wochen auf den Unmut über Euro-bedingte Preiserhöhungen. Mit Angeboten exklusiver "Hammer-Schnäppchen" macht das Boulevardblatt zurzeit Werbung für Firmen, die einen Tag lang für "Bild"-Leser ihre Preise senken. Nun will die Wettbewerbszentrale in Bad Homburg in einem Musterprozess eines der beteiligten Unternehmen verklagen. Die Abmahnung könnte so bekannte Firmen wie Woolworth oder Deichmann treffen, die für die "Bild"-Aktion einen Tag Rabatt auf ihr gesamtes Sortiment einräumten ­ laut Wettbewerbsrecht ist das verboten. Wie bei einer ähnlichen Aktion der Textilkette C&A Anfang des Jahres, die Inhaber von EC- und Kreditkarten bevorzugte, würden die Kunden "übertrieben angelockt und unter zeitlichen Druck gesetzt", sagt Peter Goerke, Rechtsanwalt bei der Wettbewerbszentrale. Auch damals waren die Rechtsexperten gegen das Unternehmen vorgegangen.



© SPIEGEL ONLINE 2002
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.