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Handelsverband fordert Sonderabschreibungen für die Innenstädte

Um die Stadtzentren nach der Coronapandemie wieder zu beleben, fordert der Deutsche Handelsverband (HDE) von der nächsten Bundesregierung steuerliche An­reize für Gebäudesanierungen.
aus DER SPIEGEL 42/2021
Innenstadt von Hamburg

Innenstadt von Hamburg

Foto: Georg Wendt / dpa

Konkret geht es um die Möglichkeit von Sonderabschreibungen für »notwendige Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen« in den Stadtkernen, heißt es in einem Papier des HDE. So sollten die »Selbstheilungskräfte der Innenstädte gestärkt und zusätz­liche private Investitionen an­geregt« werden. Besitzern von Immobilien in zentralen Lagen sollte es in den kommenden fünf Jahren möglich sein, bis zu 100 Prozent ihrer Renovierungs- und Herstellungskosten von der Steuer abzusetzen.

Aus: DER SPIEGEL 42/2021

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Als Nebeneffekt würden so Modernisierungen »im Bereich Klimaschutz und Energieeffizienz unterstützt«. Die Shutdowns in der Pandemie hätten die Lage in vielen Stadtzentren verschärft, so der HDE. Weitere Forderungen des Verbands sind ein »Digitalisierungsfonds« für den Handel, ein jährlich mit mindestens 500 Millionen Euro dotiertes »Sonderprogramm Innenstadtentwicklung« sowie ein »Bundesinstitut Innenstadt«, welches alle Förderungen rund um die Stadtzentren koordinieren soll. Einiges davon hat die amtierende Bundesregierung bereits auf den Weg gebracht oder angesichts der zunehmenden Leerstände und der schweren Krise des innerstädtischen Einzelhandels zumindest debattiert. Zehntausende Läden haben in der Pandemie dichtgemacht, große Ketten wie Galeria Karstadt Kaufhof wickelten Dutzende Filialen ab. Vor allem der stark mittelständisch geprägte Innenstadthandel sei infolge der Krise so ausgezehrt, dass er »dem enormen Anpassungsdruck« nicht standhalten könne, warnt der Handelsverband. Wenn nicht bald etwas geschehe, sagt Hauptgeschäftsführer Stefan Genth, dann sei es »für viele Stadtzentren zu spät«.

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