Handwerk 200.000 Entlassungen allein in diesem Jahr

Aufträge bleiben aus, Schuldner bezahlen ihre Rechnungen nicht - Die Handwerksbetriebe geraten immer mehr in die Enge. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) erwartet für das laufende Jahr den Verlust von etwa 200.000 Arbeitsplätzen.


Leben mit der Dauerkrise: Handwerker auf dem Bau
AP

Leben mit der Dauerkrise: Handwerker auf dem Bau

Berlin - Nach etwa 100.000 Arbeitslosen im ersten Halbjahr sei noch einmal mit der gleichen Zahl für die zweite Jahreshälfte zu rechnen, sagte ZDH-Präsident Dieter Philipp am Dienstag vor der Presse in Berlin.

Auf der Kippe stünden außerdem weitere 5000 Handwerksbetriebe. Philipp bot deshalb unmittelbar nach der Bundestagswahl der rot-grünen Koalition einen baldigen Gesprächstermin an. "Im Interesse unserer Betriebe und der dort Beschäftigten sollten wir gemeinsam nach zukunftsfähigen Lösungswegen suchen", sagte Philipp.

Jetzt komme es auf den vor der Wahl angekündigten Wechsel in der Politik zu Gunsten des Mittelstandes an. Ausschlaggebend für die schlechte Lage im Handwerk seien zu hohe Steuer- und Abgabenlasten, fehlende Kunden und Aufträge sowie eine schlechte Zahlungsmoral und Insolvenzen der Auftraggeber.



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