Handy-Aktien Boombranche schreibt rote Zahlen

Stagnierende Absatzzahlen, Fabrikschließungen, Verluste: Bei den Handyherstellern sind die goldenen Zeiten vorerst vorbei. Interessant ist jetzt, wer das Gesundschrumpfen am besten übersteht.


Bei den einst von den Anlegern heiß begehrten Handyherstellern werden die Absatzprognosen immer weiter zurückgeschraubt. Statt 550 Millionen werden 2001 weltweit wohl nur 450 Millionen Handys verkauft. Fabrikschließungen sind die Folge, einige Firmen rutschen sogar in die roten Zahlen.

So gab der US-Konzern Motorola vor Ostern den ersten Quartalsverlust seit 16 Jahren bekannt. Unter anderem haben sich die Umsätze im Handygeschäft im Vergleich zum Vorjahr um 29 Prozent verringert.

Ähnlich schlechte Zahlen werden vom schwedischen Telekom-Ausrüster Ericsson erwartet, auch Siemens strafft die Produktion und streicht 2000 Stellen.

Nur Branchenprimus Nokia trotzt dem Abwärtstrend. Den Kursverfall konnten die Finnen aber auch nicht stoppen ­ und der könnte noch weitergehen.

Jetzt, meint Analyst Theo Kitz von Merck Finck & Co., "trennt sich bei den Handyherstellern die Spreu vom Weizen". Als Gewinner sieht er Nokia und Siemens sowie den französischen Telekommunikationsausrüster Alcatel ­ wenn der sich im Laufe des Jahres aus dem Handygeschäft zurückziehe.



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