Handy-Gewinner Sony Ericsson verblüfft mit Profitplus

Der japanisch-schwedische Handyhersteller Sony Ericsson, lange größter Verlierer der Branche, schlägt im zweiten Quartal die Erwartungen der Analysten. Das Unternehmen hat 55 Prozent mehr Mobiltelefone abgesetzt und die Umsätze kräftig gesteigert.

Tokio/Stockholm - Der weltweit fünftgrößte Handy-Hersteller hat damit einen Vorsteuergewinn von 113 Millionen Euro verbucht, so eine Mitteilung vom Donnerstag. Analysten hatten mit 103 Millionen Euro gerechnet. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch einen Verlust von 102 Millionen Euro gemeldet. Dabei war das Ergebnis allerdings durch einmalige Restrukturierungskosten belastet worden.

Den Umsatz bezifferte Sony Ericsson im zweiten Quartal mit 1,5 Milliarden Euro, nach 1,1 Milliarden Euro im Vorjahresquartal. Die Prognosen hatten bei 1,4 Milliarden Euro gelegen. Der Überschuss habe 89 Millionen Euro betragen, nach einem Fehlbetrag von 88 Millionen Euro im Vorjahr. Im ersten Quartal hatte der Nettogewinn bei 82 Millionen Euro gelegen.

Erneut erhöhte Sony Ericsson seine Prognose für den Absatz von Mobiltelefonen im Jahr 2004. Im Gesamtjahr würden rund 600 Millionen Handys verkauft werden, so die neue Schätzung. Am Ende des ersten Quartals war das Unternehmen noch von einem Jahresverkauf von 550 Millionen Handys ausgegangen.

In den drei Monaten bis Ende Juni setzte Sony Ericsson 10,4 Millionen Handys ab und damit 55 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Zugleich sank allerdings der durchschnittliche Verkaufspreis, den Sony Ericsson aber nicht genau bezifferte.

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